31
01
2005
du erwachst schwer atmend
und die luft dumpf und stickig im raum
so daß dir die enge und kahlheit bewußt wird
wieder einmal
"zeitgleich" vollständig lesen
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29
01
2005
(für T.)
du warfst die flammen deines haars auf bleiche haut,
die silbern schimmernd trug den sanften kuß der nacht;
die jadegrünenen augen, im dämmer meeresblau ergraut,
schlossen sich, und etwas großes hat den schlaf bewacht:
"erneute begegnung" vollständig lesen
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25
01
2005
Den Wind im Rücken und die Leere voraus,
von nirgends kam ich und gehe ins Nichts.
Wohin führt mich der Weg? Ich habe kein Ziel.
Ich bin dir begegnet, und wieder dein Lachen;
ich trank und fand doch nicht den Weg zu der Quelle.
Nun bin ich zurück, Stille hallt laut in den Ohren;
das Bild schwingt noch nach, ist doch fast schon verloren.
Weit spannt sich Abend über der ruhenden Stadt.
Die Uhr klickt Sekunden, trockene Tränen
rieseln herab in den muffigen Staub langer Jahre.
Dunkel dein Blick, und so voller Rätsel;
ich sah in deine Augen, und siehe:
Mein Herz brennt.
(25.01.1990)
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19
01
2005
Im Taumel war ein Teil, ein Teil in Tränen,
in manchen Stunden war ein Schein und mehr,
in diesen Jahren war das Herz, in jenen
waren die Stürme - wessen Stürme - wer?
"Das Ganze" vollständig lesen
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19
01
2005
Schliere im Aug:
von den Blicken auf halbem
Weg erschautes Verloren.
Wirklichgesponnenes Niemals,
wiedergekehrt.
"Schliere" vollständig lesen
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19
01
2005
Der schwarze Schnee, der von den Dächern rinnt;
Ein roter Finger taucht in deine Stirne
Ins kahle Zimmer sinken blaue Firne,
Die Liebender erstorbne Spiegel sind.
In schwere Stücke bricht das Haupt und sinnt
Den Schatten nach im Spiegel blauer Firne,
Dem kahlen Lächeln einer toten Dirne.
In Nelkendüften weint der Abendwind.
Georg Trakl
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16
01
2005
das licht der alten sonne sprühte gold auf deine haut
juwelengleich, kristallklar fiel dein blick
durch reges treiben, beinah unerträglich laut
trugst stilles wort so ruhig zu mir zurück
"spaziergang am fluß" vollständig lesen
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04
01
2005
Düsterer Nebel wallt über den Mooren
schleicht klamm in die Herzen der Menschen hinein
Ein hallendes Pochen schallt her von den Toren
Zu so später Stunde? Wer mag das noch sein?
"Nachtmahr" vollständig lesen
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02
01
2005
Weiß dehnen sich Felder, umschlossen vom Wald
Über starrem Schilf kreisen langsam die Reiher
Verkrüppeltes Buschwerk reckt einsam und kalt
wirre Zweige am Fuße silberner Weiher
"Winterabend" vollständig lesen
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