20
02
2005
(für K., T., N., T., B., A. und alle die anderen)
Du spürst die Kraft, die durch dich hindurchfließt,
Und fühlst, es ist die Lebensenergie und genießt
Das Hier und Jetzt, du lebst den Augenblick
Denn du weißt genau, es führt kein Weg für dich zurück
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07
02
2005
Benommen vom Sturz,
du taumelst in einen weiteren Tag;
wider Willen dein Herzschlag,
erzwungen der Atem,
stechender Schmerz jeder Schritt.
Dein Körper Gefängnis, die Hülle, die Zelle,
den aufstrebenden Geist hält sie zurück.
Mühsam erhebst du die Hand,
bewegst deinen Arm -
deine Hand ist dir fremd.
Spürst du den Gluthauch im Haar?
Zu stark, um zu sterben, zu schwach, um zu lieben,
geschmolzen, gegossen in lähmendes Leben,
schleppst du dich hin. Woher nehmen, die Kraft?
Die Kraft, zu geben, die Kraft, zu empfangen,
die Kraft, zu glauben, zu lieben, zu leben,
die Kraft, zu vertrauen, die Kraft, zu vergeben -
Wohin nun, Ikarus?
(19.04.1990)
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