LinuxTag 2005: Tag 4

26 06 2005

Die Vorträge bzw. Veranstaltungen des letzten Tages auf dem LinuxTag umfaßten
175 Das neue X.Org
300 Linux Audio
199 Hacking Contest - lediglich als Zuschauer; vor allem deshalb, weil der bereits am Vortag erwähnte Kollege daran teilnahm (Team Yellow, falls es jemanden interessiert). Zusammen mit dem anderen Team "gewann" er. Unentschieden nennt man das wohl unter sportlichen Gesichtspunkten. Immerhin durften die Teilnehmer ihre Preise deshalb trotzdem mitnehmen. Solch ein mobiler Kühlschrank hält auch auf längeren Autofahrten oder im Zelt auf dem What the Hack! die Jolt Cola auf angenehmer Trinktemperatur. Von mir und von hier aus dazu noch einmal herzliche Glückwünsche an alle Gewinner! Und ich hoffe, der Transport von Kühlschränken in ICEs ist gestattet. Andernfalls dürfte wer ein kleines Problem mit dem Heimtransport gehabt haben...
179 Debian intern
178 Ubuntu vs. Debian
177 Past and Future of Debian

Ein kurzes Resumee der gesamten Veranstaltung aus Teilnehmersicht folgt in einigen Stunden. Ansonsten werde ich dazu in den kommenden Tagen noch etwas schreiben. Weil ich just zu einer Partie Mitternachtsschach im Schloßpark eingeladen wurde, bin ich gerade mit prioritär deutlich höherwertigen Aufgaben befaßt. Grins.

LinuxTag 2005: Tag 3

24 06 2005

Die Vorträge des heutigen Tages umfaßten
244 rslib
245 SAP Netweaver
267 XEN - da das FUDCon II Panel zeitlich vorgezogen worden war, konnten ich und andere Teilnehmer, die davon nichts wußten, leider nur noch ungefähr das letzte Drittel des Vortrags verfolgen; dadurch erhielt ich allerdings die Gelegenheit, den größten Teil von Fernanda Weidens Rede
253 Female, Free Software noch mitzuverfolgen.
243 Typo 3
268 LVM 2
241 FreeNX
249 Monitoring mit Nagios

Ansonsten traf ich erneut einen Kollegen und habe weitere bekannte Gesichter auf dem LinuxTag wiedergesehen. Nicht zuletzt bin ich seit heute auf cacert.org akkreditiert. Nach der Cross-Akkreditierung mit dem eben bereits erwähnten Kollegen werden wir beide die maximal mögliche Punktzahl erreicht haben und somit zu allen Aktionen berechtigt sein, die Assurern dort zur Verfügung stehen.

LinuxTag 2005: Tag 2

23 06 2005

Die Vorträge des heutigen Tages umfaßten
272 Pragmatic PHP
273 MySQL 5.0
121 Anti-Spam
138 Li[M,n]ux in München
128 HA-Firewalls
143 Programming with QT4
137 Large scale LAMP solutions - fiel auf Bitten von Björn Schotte zugunsten des parallel laufenden
279 10 Years PHP aus, da er die Teilnahme aus Community-Gesichtspunkten befürwortete und mit seiner Haltung auf keine Gegenstimmen stieß. Es war schön zu sehen, daß das Publikum in dieser Hinsicht mit ihm einer Meinung war.

Schon gestern traf ich unter anderem Gabriele Pohl und Frau Katze. Heute bin ich unter anderem einem Kollegen, Kris Köhntopp, Sebastian Bergmann, der mich wiederum Jan Kneschke, dem Autor von lighttpd vorstellte, und erneut Gabriele Pohl begegnet. Auch wenn manche dieser Treffen nur sehr kurz waren (und um nicht vollends in Namedropping zu verfallen), sind sie für mich doch ein sehr wichtiger Grund, den LinuxTag zu besuchen. Für mich spielt es neben dem Austausch mit anderen Anwenderinnen und Anwendern eine große Rolle, die Personen - und Persönlichkeiten - hinter einigen der FOS-Software-Produkte kennenzulernen, die ich im Berufsalltag einsetze und zum Teil täglich verwende. Allein schon, einige der Gesichter zumindest einmal gesehen zu haben, macht bereits eine Menge aus. Um nicht zu vergessen, daß Software von Menschen für Menschen gemacht wird und daß es sich dabei nicht bloß um seelenlose Produkte handelt. Wenn man den Enthusiasmus erlebt, mit dem einige der Autoren ihre Projekte vorstellen, dann spürt man deutlich, wieviel Engagement und Herzblut sie - zum Teil über Jahrzehnte hinweg - in ihre Software-Produkte investiert haben und auch heute immer noch investieren. Das motiviert auch, sich als Anwender weiterhin intensiv damit zu befassen.
Ach ja, und ganz nebenbei kam ich heute beim mittäglichen Webmail-Check mit einem der Betreiber des 256bit-Blogs ins Gespräch (AndiG, nicht wahr?). Serendipity verbindet eben.

LinuxTag 2005: Tag 1

22 06 2005

Das Programm des ersten Tages liegt hinter mir. Der Start der LinuxTag-Vorträge war aus meiner Sicht überschattet von kleineren Pannen, die sich im Laufe der Veranstaltung wohl hoffentlich noch verlieren werden. Neben einem ausführlichen Messebesuch hatte ich die Gelegenheit, längere Gespräche am Debian-Stand (FAI), mit Technikern des von mir bevorzugten Webhosters Domainfactory, beim Xbox-Linux-Projekt und mit den Linux-Audio-Entwicklern zu führen. Außerdem habe ich meine PGP-Schlüssel für die Krypto-Kampagne am c't-Stand eingereicht, um sie zertifizieren zu lassen. Vorträge, die ich heute gehört habe bzw. gern gehört hätte:

291 OpenOffice StarBasic - die Vortragsqualität war qualitativ nicht ganz so, wie es wünschenswert gewesen wäre
292 KCall Telefonie - hier versagte leider der Beamer während des ersten Drittels des Vortrages
293 Dektop Tuning - dieser Vortrag mußte ausfallen, weil der Sprecher gar nicht erschien
294 Start in KDE - sehr informativ, aber eher an den Ein- bzw. Umsteiger gerichtet

Live vom LinuxTag 2005

22 06 2005

Karlsruhe. Nach einem ersten Rundgang durch die Ausstellungshallen, dem Wiedererkennen bekannter Gesichter und sich daraus entwickelnden langen Gesprächen und Fachsimpeleien sitze ich nun im Internet-Café der KaLUG auf dem diesjährigen LinuxTag zwecks einer kurzen Verschnaufpause. Gleich anschließend geht es mit Vorträgen weiter. Noch sind die Hallen recht leer, aber am ersten Ausstellungstag ist es traditionell eher ruhig. Mit dem Beginn des Business- und Behördenkongresses morgen wird hier wesentlich mehr Betrieb herrschen. Im Übrigen kann ich die bereits früher anhand mehrerer Exemplare festgestellte mangelnde Qualität von Videoseven-Displays bestätigen. Die hier aufgestellten Geräte zeigen durch die Bank weg ein stark verschwommenes Bild.

Abteilung Kinematographie

19 06 2005

1. Constantine (o)
2. Das weiße Rauschen (•)
3. Der Maschinist (•••)
4. Arahan jangpung daejakjeon (••)

Legende

Wildwuchs im Wildgarten

19 06 2005

Es ist unglaublich, wie sehr das Grün ins Kraut schießt dieser Tage. Kaum läßt man einen Garten einmal ein paar Tage (okay, okay, es waren ein paar Wochen Monate) unbeackert, findet man die Gartenmöbel nur noch mithilfe einer leistungsstarken Motorsense und den Zaun nur noch unter Anwendung roher Gewalt Benutzung der Astschere wieder. Wir haben, glaube ich, sechs große Kunststoffsäcke voller Gras und Laub entsorgt und den Kaninchen trotzdem noch eine ganze Kiste voll Löwenzahn und frischem Gras mitbringen können. Immerhin zeigt das auch, daß es sich bei unserem Garten um ein sehr lebendiges und äußerst fruchtbares Biotop handelt. Und wo wir gerade von Grünzeug sprechen: die Erdbeeren sind dieses Jahr absolut klasse.

Dunkelgrau-Mailingliste geschlossen

18 06 2005

Die Dunkelgrau-Mailingliste ist mit sofortiger Wirkung geschlossen.

Pädagogische Panne

18 06 2005

"Deutschen Lehrer sind privilegiert" titelt der SpOn, und man fragt sich beim Lesen unweigerlich, ob man lachen, weinen oder in weiter Ferne das Umfallen schiefer Türme hören können soll. O tempora...!

Partyzeit

15 06 2005

Es brummt. In nur 60 Minuten ist heute mehr geschehen und sind mehr Ergebnisse erzielt worden als an manchen anderen Tagen. Die letzte Erfolgsmeldung traf soeben ein. Darauf gehe ich jetzt einen trinken. Es ist Feierstunde!

Ende im Gelände

14 06 2005

Und Schicht am Schacht. Das untenstehende Thema ist für mich an dieser Stelle abgeschlossen.

Malleus Maleficarum

14 06 2005

Die ersten Reaktionen, die die Offenlegung des Dunkelgrau-Weblogs als Fälschung hervorruft, werden andernorts als Hexenverbrennung bezeichnet. Diese Reaktionen fallen naturgemäß zunächst emotional und heftig aus. Eine Hexenjagd sind sie jedoch nicht, noch sollen sie eine werden.
Dennoch verwundert ein wenig die scheinbare Naivität, mit der diese Angelegenheit betrachtet wird. Eine - nennen wir dieses Fakt - notorische Lügnerin, die offenbar schon seit Jahren das Vertrauen hilfsbereiter, gutmeinender und vertrauensfähiger Menschen böswillig für ihre eigenen Zwecke mißbraucht, soll "fair" behandelt werden. Eine Person, der vorgeworfen wird, gezielt und berechnend Straftaten begangen zu haben.
Ja. Auch eine Täterin hat Rechte. Aber ihre Opfer haben ebenso das Recht, zu sprechen. Und da eine extrem hohe Wiederholungsgefahr besteht, ist unzweifelhaft eine moralische und ethische Pflicht jedes einzelnen gegeben, andere Menschen vor ihrer Vorgehensweise zu warnen. Es ist eine Pflicht. Inwieweit diese von Nutzen ist, steht auf einem anderen Blatt und deshalb nicht zur Debatte.

Sie mag krank sein. Ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Andere müssen angesichts dessen, daß praktisch einhundert Prozent ihrer Geschichten nicht auf Tatsachen beruhten, davon ausgehen, daß auch diese ihre vorgebliche Krankheit erneut bloß vorgetäuscht ist. Vielleicht ist auch das eine Lüge, eine Schutzbehauptung, eines ihrer phantastischen Märchengebilde, mit der sie die Menschen so gründlich umgarnt, die ihr guten Glaubens begegnen. Die Betroffenen können es nicht wissen. Das Nichtwissen anderer umschließt diese Person wie ein Kokon, in den sie sich zu ihrem Schutz eingesponnen hat. Er muß durchbrochen werden. Zum Wohle anderer und zu ihrem eigenen Besten.
Ich für mein Teil will ihr helfen, immer noch. So gutgläubig ich bin, so gutmeinend bin ich auch. Sie zu bedauern, zu bemitleiden und das Helfen stillschweigend Fachleuten zu überlassen, ist meines Erachtens nach ein grundverkehrter Weg. Wir können alle noch etwas für sie tun. Ihr den für sie typischen, eingeschlagenen Weg zu verstellen, vom Mitleid anderer leben, sich zu nähren und einen unmittelbaren Nutzen daraus ziehen zu können, ist die einzige Möglichkeit, ihr tatsächlich zu helfen. Sie muß sich mit sich selbst und den Folgen ihrer Taten konfrontiert sehen. Vielleicht erwächst daraus eines Tages Einsicht, dämmert irgendwann wenigstens etwas Erkenntnis.

Die Wiederveröffentlichung ihrer unter Pseudonym verfaßten Geschichten verletzt keine Persönlichkeitsrechte, da es die darin geschilderten Personen und Ereignisse samt ihrer Urheberin nie gegeben hat. Demnach kann damit auch niemandem Schaden zugefügt werden, denn wer nicht existiert, ist und bleibt unangreifbar. Dennoch mögen diese Geschichten immerhin noch der Information und vielleicht der Warnung anderer dienen. Selbst gewann ich auch erst endgültige Gewißheit, als ich, bereits mißtrauisch geworden, durch eine Netzrecherche auf das Leuko-Blog stieß. Ich bin der Hosterin heute sehr dankbar dafür, daß sie es im Netz hat stehenlassen. Ohne diesen Umstand hätte ich höchstwahrscheinlich ernsthaften emotionalen sowie finanziellen Schaden erlitten. Wenn man nun dasselbe für andere tun kann, ist allein das Grund und Motivation genug.

Nicht zuletzt läßt sich die berechtigte Frage stellen, ob jemand Mitleid verdient hat, der unschuldige Menschen unter anderem des Mordversuchs, des Rechtextremismus und der Pädophilie bezichtigt. Hätten diejenigen, die davon wußten, diese Anwürfe für bare Münze genommen und rechtliche Schritte gegen den Beschuldigten eingeleitet - wozu sie aus verschiedenen Gründen eigentlich verpflichtet gewesen wären - dann hätte das gut und gerne dessen Karriere und sein Leben auf immer ruinieren können. Mitleid mit jemandem, der Unschuldige verleumdet? Ja. Aber Schonung und die Vermeidung ernsthafter Konsequenzen? Nein.

Was für ein bedauernswerter Mensch! Nicht cleverer als andere, lediglich weitaus skrupelloser. Noch bedauernswerter sind allerdings alle diejenigen, die noch in Zukunft auf sie hereinfallen werden, wenn niemand etwas gegen ihre Aktivitäten unternimmt. Offenbar schweigen viele ihrer Opfer seit Jahren. Aus Scham vielleicht. Aus falsch verstandenem Mitgefühl womöglich auch. Vielleicht, weil sie so geschickt war, sich ihnen gründlich zu entziehen. Wahrscheinlich aber schweigen sie, weil sie einfach nicht mehr die Kraft und die Energie haben, sich mit dieser für sie so enttäuschenden und häßlichen Erfahrung auseinanderzusetzen. Kraft, die sie dieser Mensch gekostet hat. Energie, die er ihnen ausgesagt hat.
Irgendwann ist es genug. Das Wohl vieler steht auch in diesem Fall über dem Wohl der Einzelnen. Und schweigend wegblicken und wissen ist nicht edel. Es ist bloß feige.

Die Zeiten der heiligen Inquisition sind vorbei. Es gibt keinen Hexenhammer, keine Hexenverbrennungen mehr. Wenn man heute zu Werkzeugen greift, dann greift man zu demokratischen Mitteln. Und dabei kann man nur gewinnen.

Dunkelgrau-Mailingliste

13 06 2005

Liebe Leute, ich ertrinke in den Mails und Kommentaren, die mir zugehen. Ich antworte Euch allen, aber bitte habt etwas Geduld, wenn nicht sofort eine Reaktion erfolgt. Zu dem Thema, das hier solche Wellen schlägt, ist eine moderierte Mailingliste eingerichtet. Alle, die mir geschrieben haben, bekommen eine Einladung. Anschließend gebe ich die Adresse hier bekannt, an der sich weitere Interessenten anmelden können.

[Update] Falls man an der Mailingliste teilnehmen möchte, sendet man eine Mail mit dem Wort "subscribe" (ohne die Anführungszeichen) im Betreff oder im Inhalt der Mail an die Adresse dunkelgrau-request[at]schwarzenacht.de. Daraufhin erhält man eine Nachricht mit weiteren Informationen.

[Update] Die Mailingliste ist geschlossen. Es ist keine Anmeldung mehr möglich.

Abendliches Telefonat

12 06 2005

Ich verbringe den Abend am Telefon. Nicht, daß ich eigentlich besseres vorgehabt hätte. Aber es gibt auch ein Leben jenseits des Web und eventuell darin befindlicher Fakes. Es gibt Dinge, die geregelt und organisiert sein wollen. Und das geht in deren Fall am schnellsten und besten per Telefon.

Irgendwann im Laufe der vergangenen drei Stunden klingelt es. Ich hebe ab und höre eine wohlbekannte Stimme. Eine Entschuldigung für die ungeheuren Vorwürfe meinem Bekannten gegenüber, für die Lügengebäude, für all die vorgetäuschten Identitäten. Eine Entschuldigung, noch dazu unverlangt. Mehr nicht. Und das Eingeständnis, daß alles Phantasiegespinste waren. Die Beteuerung, daß das Versprechen, sich in eine Klinik zu begeben, hingegen echt sei. Echt wie alles übrige?

Gestern hieß es beispielsweise, sie läse und betreibe keine Weblogs mehr. Die SMS von heute morgen läßt etwas ganz anderes vermuten. Der Anruf von vorhin und sein Inhalt ebenfalls.

Ich glaube ihr kein Wort.

Nächtliche SMS

12 06 2005

"ich bin mir meiner Verantwortung bewußt. Ich werde mich melden, benötige jedoch mehr Zeit. Ich stehle mich nicht davon."
[Nachricht von heute, 00:31:40 Uhr]

Über drei Monate Vertrauensvorschuß waren bei weitem genug Zeit. Die zuletzt gesetzte Frist von drei Tagen verstrich heute um 00:00 Uhr. Die gesamte Zeit über herrschte absolute Funkstille. Interessant, daß eine halbe Stunde nach Erscheinen des letzten Artikels plötzlich besagte SMS aufschlägt.