Auszeiten

10 08 2005

Manchmal müssen sie einfach sein, diese Pausen. Kleinere oder größere. Einmal der virtuellen Welt den Rücken kehren. Zumindest zeitweise. Wegfahren. Verreisen. Die Welt unter sich zurücklassen, um zuletzt doch wieder darauf zu landen. Und froh darüber zu sein, festen Boden unter den Füßen zu haben. Laute einer fremden Sprache um sich hören. Neue Bilder und Gerüche aufnehmen. Sich von der Sonne eines anderen Landes verbrennen lassen. Zurückgekehrt den Wind über die Felder jagen sehen, unter einem stumpfen, bleigrauem Himmel, und von dem losbrechenden Gewitterregen durchnäßt werden.
Manchmal müssen sie sein, diese Pausen. Es wäre schön, wenn man sie vorher ankündigen könnte. Aber manchmal müssen sie einfach sofort sein.