29
01
2006
An dieser Stelle sollte eigentlich bereits am 19. eine abschließende Meinungsäußerung zu "Der Schwarm" stehen. Stattdessen läßt sich bloß festhalten, daß ich einmal mehr völlig ausgelastet bin. Das muß ich also nachreichen, ebenso wie Details einiger Arbeiten, für die zunächst eine Freigabe seitens meines Arbeitgebers erforderlich ist, und die bisherigen Geschehnisse dieses Monats.
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18
01
2006
»Das erste Opfer im Krieg ist immer die Wahrheit.«
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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17
01
2006
»Das Meer erhebt sich gegen den Menschen, wie unanständig von dem lausigen Gewässer. Wo wir doch bloss ein bisschen Müll versenken und die Fische und die Wale ausrotten.«
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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16
01
2006
Allmählich kam er sich vor wie ein biologischer Ermittler: Haben sie diesen Wurm gesehen? Können sie ihn beschreiben? Würden sie ihn wiedererkennen, wenn wir ihn mit fünf anderen Würmern zu einer Gegenüberstellung laden? Hat dieser Wurm der alten Frau die Handtasche entrissen? Sachdienliche Hinweise nimmt die nächste Forschungsstelle entgegen.
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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15
01
2006
Ford zögerte nicht lange und schlug seinerseits Awanak als Berater vor, der von allen Wissenschaftlern Nordamerikas und Kanadas vermutlich mehr als jeder andere wusste, was einem Wal im Kopf herumging. Denn nur dort konnte die Antwort liegen: Wenn Wale über Intelligenz verfügten – hatten sie dann noch alle Tassen im Schrank?
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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14
01
2006
Jérôme ging in die Hocke. Er war nun ganz dicht an dem Tier, auf Augenhöhe sozusagen.
Der Hummer richtete leicht den Oberkörper auf. Eine Sekunde schien er Jérôme aus seinen schwarzen Augen anzusehen.
Dann platzte er.
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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13
01
2006
»Lass dich nicht von der Angst einholen. Du hast recht, du bist schnell. Sei schneller als die Angst.« Er sah sie an. »Ich war es damals nicht. Alles, was du ohne Angst entscheidest, entscheidest du richtig.«
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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12
01
2006
Er lachte leise. »Kennst du diesen wunderbaren Film mit Cher und Nicolas Cage? Mondsüchtig. Jemand fragt, warum wollen Männer mit Frauen schlafen? Und die Antwort ist: Weil sie Angst vor dem Tod haben. Mhm. Wie komme ich jetzt darauf?«
»Weil alles mit Angst zu tun hat. Angst vor dem Alleinsein, Angst davor, nicht gefragt zu sein - aber schlimmer ist die Angst, wählen zu können und dich falsch zu entscheiden.«
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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11
01
2006
Das übliche Procedere. Es funktionierte immer. Es wurde gegessen, getrunken, geredet, zusammengerückt. Es folgte, was eben folgt, wenn ein alternder Bohemien und eine junge Frau an einen einsamen, romantischen Ort fuhren.
Verdammte Automatismen!
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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10
01
2006
Lund sah hinaus.
»Und das hast du alles für dich alleine?«, fragte sie.
»Meistens.«
Sie schwieg eine Weile.
»Du musst ziemlich gut mit dir selber klarkommen, schätze ich.«
Johanson lachte leise. »Wieso glaubst du das?«
»Wenn du hier niemanden findest außer dich selber ... ich meine, deine Gesellschaft muss dir angenehm sein.«
»Oh ja. Ich kann hier draußen mit mir umspringen, wie ich will. Mich mögen, mich verabscheuen ...«
Sie wandte ihm den Kopf zu.
»So was kommt vor? Dass du dich verabscheust?«
»Selten. Und wenn, verabscheue ich mich dafür.«
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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09
01
2006
Mitunter gab es Situationen, da verliebte er sich in sein eigenes Charisma. Dann wieder erkannte er den Charismatiker nicht wieder, besonders in den frühen Morgenstunden. Bis jetzt hatten ein paar Tassen Tee und ein bisschen kosmetische Pflege immer noch ausgereicht, das schnell wieder in Ordnung zu bringen. Eine Studentin hatte ihn unlängst mit dem deutschen Schauspieler Maximilian Schell verglichen, und Johanson hatte sich geschmeichelt gefühlt, bis ihm bewusst wurde, dass Schell über siebzig war. Danach war er auf eine andere Hautcreme umgestiegen.
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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08
01
2006
»Aber die meisten Menschen brauchen die Vorstellung, dass Leben umso schützenswerter ist, je mehr es nach dem Menschen schlägt. Es ist und bleibt leichter, ein Tier zu töten als einen Menschen. Es wird erst dann schwieriger, wenn wir das Tier als nahen Verwandten betrachten. Die meisten Menschen sind mittlerweile dazu bereit, aber die wenigsten wollen sich mit dem Gedanken anfreunden, dass wir vielleicht nicht die Krone der Schöpfung sind und dass wir auf der Werteskala des Lebens nicht vor allen anderen, sondern neben ihnen stehen. Das führt zu einem Dilemma: Wie soll ich einem Tier oder einer Pflanze die gleiche Achtung entgegenbringen wie einem Menschen, wenn ich zugleich den Wert menschlichen Lebens höher einschätze als den Lebenswert einer Ameise oder eines Affen oder Delphins?«
Aufgelesen bei Frank Schätzing, in "Der Schwarm".
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08
01
2006
Ausgerechnet einen Tag vor Weihnachten, in der arbeitstechnisch gesehen hektischsten Woche des Jahres, mußte es passieren: Meine private Workstation meldete Plattenprobleme. Gerade als ich "mal eben schnell" einige Weihnachtsgrüße an diejenigen meiner Lieben versenden wollte, die überwiegend per Email erreichbar sind oder zu denen ich überwiegend den Kontakt per Email halte.
Getoppt wurde dieses Ereignis nur davon, daß mir
Thalia durch die Nichtlieferbarkeit eines Geschenkes die Notwendigkeit aufzwangen, mich noch am Morgen des heiligen Abends in das Getümmel des Weihnachtsgeschäftes auf den letzten Drücker stürzen zu müssen. Ich boykottiere Amazon ja, wo es nur irgend geht. Amazon ist böse.
Thalia ist hingegen ein deutsches Unternehmen und außerdem in meiner Geburtsstadt ansässig. Grund genug, es zu unterstützen. Daß meine Partnerin zufälligerweise für die Douglas Holding arbeitet und ich durch meine Einkäufe außerdem auch ihren Arbeitsplatz sichern helfe, ist dabei selbstverständlich bloß ein marginaler Beweggrund.
"Vor siebzehn Tagen" vollständig lesen
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08
01
2006
"Alle Fünfer-Jahrgänge sind schlecht: 1995 war äußerst deprimierend, weil ich fast das gesamte Jahr über krank war. Die ersten zwei Drittel von 2005 waren eine einzige Katastrophe. Andererseits ist solch ein richtig mieses Jahr pro Dekade doch eigentlich gar kein so übler Schnitt!" (Eigenzitat)
Das neue Jahr ist inzwischen bereits über eine Woche alt. Daß ich bisher weder am Ende des vergangenen noch zu Anfang dieses zu einem wenigstens kurzen Rückblick gekommen bin, sagt vielleicht ein wenig über die in den letzten Wochen herrschende Betriebsamkeit aus. Es zeigt aber auch, was ich von derlei Rückblicken halte. An meiner schon
Ende 2004 geäußerten Ansicht hierzu hat sich jedenfalls noch immer nichts wesentliches geändert.
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08
01
2006
"Woher haben sie dieses Waffenarsenal?"
"Es gibt auch Frauen, die kaufen sich Schuhe."
Lucy Liu zu Antonio Banderas, in "Ballistic".
Es gibt unzählige weitere Beispiele, wie man durch schlampige Synchronisation Dialoge und Dialogwitz zerstören kann. Dies ist nur eines von vielen. Hier der Wortlaut nach der
IMDb im englischen Original:
"Where did you get all this ordinance?"
"Some women collect shoes."
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