Keine Nummer unter diesem Anschluß

21 02 2006

Ein kurzer Hinweis aus aktuellem Anlaß. Anrufe mit unterdrückter Rufnummerübermittlung nehmen grundsätzlich weder ich noch mein Asterisk an. Also gibt es exakt zwei Möglichkeiten: Entweder, dieses von der Welt unbedingt benötigte "Feature" vorher abzuschalten - oder auf die Kommunikation mit mir zu verzichten. Vielen Dank, und Ende der Durchsage.

Nachgebloggt: Mann gegen Zug

05 02 2006

Freitagsmorgens in einem kleinen Bahnhof bei Bonn. Eine Frau schiebt ihr Fahrrad durch den Gang zu den Gleisen und ruft die Treppen hinauf: "Halten sie mir diesen Zug fest!"
"Ich werde mich hüten", war meine spontane Antwort.

Welttag gegen weibliche Genitalverstümmelung

05 02 2006

Einen durchaus beachtlichen, lokalen Erfolg im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) feiert ein Korrespondent mit seinem Artikel auf der Website der ARD. Anläßlich des Welttags gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar 2006 wird der zugehörige Beitrag heute abend im Weltspiegel gesendet. Auch wenn sich der Text insgesamt sehr positiv gibt, sollte damit nicht aus dem Blickfeld geraten, daß weltweit zwischen zwei und nach neueren Zahlen mehr als drei Millionen Frauen jährlich Opfer dieser Verstümmelungspraxis werden. Die Aufmachung des Artikels ist geeignet, von dieser Tatsache abzulenken.

Wie wenig allgemein über FGM gesprochen wird, läßt sich daran ablesen, daß im Web praktisch kaum Informationen über diesen angeblichen Welttag zu finden sind. Weder im Veranstaltungskalender der Vereinten Nationen, der UNESCO oder der DGVN, die alle denselben Kalender der UN zeigen, lassen sich Detail zu diesem Datum finden. Und das, obwohl die Beschneidung von Frauen auch in Deutschland durchaus ein Thema ist. Es stellen sich unwillkürlich die Fragen, woher die ARD ihr Wissen hat, ob es wirklich korrekt ist und selbstverständlich auch, weshalb nicht einmal die Vereinten Nationen auf ihrer Website über einen Welttag informieren, den sie vorgeblich ausgerufen haben sollen.

Erst wenn man sich weiteren Quellen auf englisch zuwendet, lassen sich ausführlichere Artikel finden. Grundsätzliches kann natürlich in der deutschen und englischen Wikipedia nachgeschlagen werden. Dennoch ist das Informationsdefizit im Web irritierend und dürfte sich kaum förderlich auf Aktivitäten gegen die Praxis weiblicher Genitalverstümmelung auswirken. Denn als wirksamstes Mittel dagegen wird auf Aufklärung gesetzt. Wie paßt das zusammen?