
Heute besuchte Vorträge waren:
- High availibility clustering of virtual machines - possibilities and pitfalls
Virtualisation, Grids, Clustering; Referenten: Werner Fischer, Christoph Mitasch (Thomas-Krenn.AG) - Knopflerfish OSGi on the ultimate Linux mobile: the Nokia 770
Multimedia; Referent: Philippe Laporte (Gatespace Telematics) - Xen 3
Virtualisation, Grids, Clustering; Referent: Steven Hand (University of Cambridge) - Creating ebooks for use on GNU/Linux machines
Multimedia; Referent: Guylhem Aznar (externe.net) - Linux im Wohnzimmer: Der digitale Videorekorder VDR
Multimedia; Referent: Mirko Dölle (LinVDR)
Der vierte Tag in Wiesbaden endete mit einem etwas ausführlicheren Messebesuch, dem wegen des Geekfaktors fast schon obligatorischen Kauf einer roll- und abwaschbaren Gummi-USB-Tastatur und diesen letzten fünf Vorträgen. Die darin eingeplante Demonstration von
Knopflerfish OSGi auf dem Nokia 770 konnte wegen einer ausgefallenen Kamera leider nur anschließend in einem durch die Größe des Nokias beschränkten kleinen Kreis stattfinden. Da ich neben Herrn Laporte der einzige Anwesende im Besitz eines solchen Geräts war, gab ich einigen Interessierten nach dem Vortrag eine spontane, allgemeine Demonstration des 770. Dabei mußte ich auf Nachfragen allerdings zugeben, bisher nicht selbst dafür entwickelt zu haben. (Was in der Folge unter anderem daran liegt, daß mein Netgear-Router wegen Zeitmangels seit längerem außer Betrieb ist.)
Der Xen-Vortrag war informativ und gab interessante Ausblicke auf die zukünftige Entwicklung von Xen, auf die nicht nur ich gespannt sein dürfte. Ob Xen im jetzigen Stadium bereits für den Produktiveinsatz geeignet ist, muß wohl von Fall zu Fall entschieden werden. Was mich betrifft, bin ich zwar stark interessiert, aber bislang noch skeptisch. Die später stattfindende, anschauliche Vorführung der Ebook-Erzeugung und entsprechender Reader führte dazu, daß ich nun
fbreader auf dem Nokia 770 nutze. Ich hatte ihn noch während des Vortrags installiert. Zum Abschluß des Multimedia-Tracks gab Mirko Dölle schließlich humorvolle und kurzweilige Einblicke in den derzeitigen Entwicklungsstand von LinVDR und seine praktische Verwendbarkeit. Neben der Tatsache, daß er dabei mehrfach die Lacher auf seiner Seite hatte, motivierte seine Präsentation dazu, sich näher mit LinVDR auseinanderzusetzen - etwas, das ich mangels ausgeprägtem Interesse bisher noch nicht in Betracht gezogen hatte.
Insgesamt war mein Eindruck von diesem LinuxTag sehr durchwachsen. Neben der für die Messegäste zwar angenehmen, für die kommerziellen Aussteller aber sicher enttäuschenden geringen Besucherzahl wäre besonders die mittelmäßige Qualität der Beiträge zu nennen. Etwa die Hälfte der Vorträge entsprach nicht dem, was man sich unter einer informativen Wissensvermittlung vorstellt. Einige grenzten arg an Zeitverschwendung. Selbst wenn man meinen inzwischen recht hohen Wissensstand zumindest auf Teilgebieten berücksichtigt, ist das ein reichlich maues Resultat. Was dies betrifft, wäre eine gezieltere, vorherige Selektion der eingereichten Beiträge wünschenswert. Lieber einen Track pro Tag weniger, als daß zwischenzeitlich immer wieder Gähnen aufkommt und man sich fragen muß, weshalb man überhaupt im Saal herumsitzt. Die freigewordene Zeit ließe sich wahrscheinlich sehr leicht mit weiteren praktischen Demonstrationen füllen.