50. Nordische Filmtage Lübeck: Dreamscape

31 10 2008

Film 6: Dreamscape | Dreamscape | Dreamscape
Regie: Pelle Hybbinette
Schweden 2007
5 Min.

Zelluloidverschwendung.
Nordische Filmtage: (ohne Wertung)

0 Punkte („Zeitverschwendung“).

50. Nordische Filmtage Lübeck: So finster die Nacht

30 10 2008

Film 5: Låt den rätte komma in | So finster die Nacht | Let the Right One In
Regie: Tomas Alfredson
Schweden 2008
106 Min.

"Erste Liebe" der besonderen Art

Das Mädchen von nebenan ist ein wenig seltsam. Es behauptet, es sei zwölf Jahre alt - ungefähr. Aber es hat gute Ratschläge auf Lager, wie man sich gegen die piesackenden Schulkameraden zur Wehr setzen kann. Der neu zugezogene Nachbar sitzt abseits in der Kneipe und starrt schweigend in sein Glas Milch. Wer trägt die Schuld an dem grauenhaften Mord, der kürzlich in der Gegend verübt wurde, und wohin ist der Mann der Nachbarin plötzlich verschwunden? Das Mädchen wirkt in sich gekehrt und ist ein wenig scheu. Es möchte hereingebeten werden.
Sensible Behandlung eines alten und gleichzeitig eine großartige Variation eines bereits sehr abgegriffenen Themas, in dem außerdem Märchen und Sagen des Nordens anklingen.
Nordische Filmtage: „sehr gut“

4 Punkte („kann man sich immer wieder ansehen“)

Mein persönlicher Favorit.

50. Nordische Filmtage Lübeck: Metamorphose

30 10 2008

Film 4: Metamorfose | Metamorphose | Metamorphosis
Regie: Geir Hansteen Jögensen
Norwegen 2007
4 Min.

Kurzfilm

In einer Zeit, in der praktisch jedermann mit preiswerter Standard-Software vor-und-zurück Morphing am heimischen PC durchführen kann, muss man sich schon etwas ganz besonderes einfallen lassen, um den Zuschauer zu beeindrucken. „Eine halbe Idee“, lautete der Kommentar des Kollegen.
Nordische Filmtage: (ohne Wertung)

1 Punkt („einmal ansehen genügt“)

50. Nordische Filmtage Lübeck: Cold Lunch

30 10 2008

Film 3: Lønsj | Cold Lunch | Cold Lunch
Regie: Eva Sørhaug
Norwegen 2008
90 Min.

Episodenfilm

Hinter bröckelnden Fassaden lauern die Abgründe des Alltags. Durch die Risse im Verputz scheint der Schrecken der Normalität. In wenigen Einstellungen gewinnt der Betrachter praktisch einen Überblick über alle Lebensläufe der Beteiligten und ihre Beziehungen untereinander. Ein Film über die Absurdität allgegenwärtiger Lügen, über fatale Machtspiele, -kämpfe und Erpressungen. Dennoch gelingt es mitunter, aus den festgefahrenen Geleisen auszubrechen und neue Wege einzuschlagen.
Nordische Filmtage: „sehr gut“

4 Punkte („kann man sich immer wieder ansehen“)

50. Nordische Filmtage Lübeck: Ein Kumpel

30 10 2008

Film 2: Kaveri | Ein Kumpel | A Mate
Regie: Teemu Nikki
Finnland 2007
7 Min.

Kurzfilm

Das Gesichtsfasching der drei Akteure muß man gesehen haben! Es sollte frau außerdem nachdenklich stimmen, wenn sie unverhofft zum Kiosk Zucker holen geschickt wird ...
Nordische Filmtage: (ohne Wertung)

3 Punkte („kann man sich mehrmals ansehen“).

50. Nordische Filmtage Lübeck: Black Ice

29 10 2008

Film 1: Musta jää | Black Ice | Black Ice
Regie: Petri Kotwica
Finnland 2007
117 Min.

Eifersuchtsdrama

Laut Ankündigung mit Thriller-Elementen. Beeindruckende schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen. Leider krankt der Film an einer viel zu unglaubwürdigen, klischeebesetzten und dünnen Handlung, die nach einem zunächst vielversprechenden Anfang besonders in der zweiten Hälfte arg konstruiert wirkt. Stellenweise scheinen alle Darsteller immer wieder auf Regieanweisungen zu warten, die dann nicht oder zumindest nicht rechtzeitig erfolgen. Manche Szenen wechseln sprunghaft zwischen nahezu entgegengesetzten Gefühlszuständen der Akteure, wodurch es ihnen sichtlich und spürbar an Überzeugungskraft mangelt. Nicht allein, aber ganz besonders das Happy End bedient außerdem überdeutlich die Erwartungshaltung eines Mainstream-Publikums. Black Ice ist deshalb ein Film, der sich im Abendprogramm eines Provinzkinos recht gut machen würde. Für die Nordischen Filmtage ist die gebotene Leistung eine Avance an den Gelegenheitsbesucher und die gebotene Leistung deshalb unterdurchschnittlich.
Bei den drei Filmtage-Wertungskategorien „sehr gut“, „gut“ und „mäßig“ entschied ich mich für die mittlere, weil ich die schauspielerische Leistung dennoch würdigen wollte. Ein Kollege wertete mit „mäßig“. Nach meiner eigenen, fünfstufigen Werteskala erhielte dieser Film:

2 Punkte („kann man sich zweimal ansehen“).