Windows 7 Ultimate RC Installer

09 05 2009

Ein kurzer Nachtrag zur Installation: Der Windows-7-Installer möchte zwei primäre Partitionen haben. Die erste mit mindestens 100 MB(!) Nettokapazität und Boot-Flag. Die zweite muß dann lediglich groß genug für die Installation selbst sein.

Leider schert sich der Installer nicht um Zylindergrenzen und legt diese beiden Partitionen "irgendwie" und "irgendwo" an den Anfang der Platte, wenn man ihn läßt. Also einfach dort, wo Platz ist. Das Ergebnis kann dann beispielsweise ein mehrere MB großer, nicht zugewiesener Bereich vor der ersten Primärpartition und ein ebensolcher hinter der zweiten sein. Andere Partitionierungsprogramme mögen das nicht unbedingt und meckern diesen Zustand an. Außerdem bleibt der nicht zugewiesene Platz natürlich ungenutzt.

Das Einfachste ist, die Partitionierung vorzubereiten. Dazu legt man zwei passende Partitionen mit einem Partitionswerkzeug seiner Wahl an. Das Boot-Flag für die erste Primärpartition und die Kennzeichnung des Dateisystemtyps (NTFS, bzw. hexadezimal 7 bei Nutzung des fdisk einer Linux-Live-CD beispielsweise) sollte man dabei nicht vergessen. Zu formatieren braucht man die neuen Partitionen nicht. Das kann man später über den Windows-7-Installer erledigen.

In der 64-Bit-Version werden mindestens 17 GB Plattenplatz benötigt. Demnach sollte die Installation ab einer Partitionsgröße von 30 GB gelingen. Sinnvoller für einen störungsfreien Dauerbetrieb sind sicher um die 40 GB, und wer der Platz erübrigen kann, nimmt dementsprechend noch mehr. Wieviel man letztendlich aufwenden sollte, hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Deshalb gibt es auch nicht "die" perfekte Festplattenpartitionierung, sondern immer nur Annäherungen an den persönlichen Idealzustand. Speicherplatz auf handelsüblichen Desktop-Festplatten ist derzeit aber so preiswert - ca. 0,08 € pro GB - daß man sich dabei nicht zu stark beschränken sollte.

Mir bietet eine 640 GB große Festplatte mehr als genug Speicherplatz für den Alltagsgebrauch, also habe ich eine Installationspartition von 100 GB Größe gewählt. Das ist sicher ein wenig übertrieben, läßt aber genügend Raum für Veränderungen und verschafft so Flexibilität. Zwei weitere, je 150 GB große Partitionen werden für Spiele und persönliche Daten reserviert. In den restlichen Bereich installiere ich Linux.

Nur nicht vergessen, daß alle dort abgelegte Daten irgendwann einmal auch gesichert werden müssen! Es lohnt also, sich bereits bei der Installation Gedanken über eine sinnvolle Backup-Strategie zu machen. Bei der von mir gewählten Größe sind Partitions-Images beispielsweise keine sonderlich gut handhabbare und praktikable Sicherungsmöglichkeit mehr, wenn man seine Datensicherungen regelmäßig auf einem Heim-NAS ablegen möchte.

Windows 7 Ultimate RC und Firefox mit Adobe Flash Player

08 05 2009

Das Download-Formular auf der Site des Herstellers ist unter Windows 7 RC kaputt. Alternativ kann man auf dessen Flash-Player-Installer aber auch direkt zugreifen.

Das ist außerdem die einzige Methode, die bei mir funktioniert hat. Alle übrigen Tips aus dem Web fruchteten nicht. Weder das Installieren verschiedener Releases der Version 9 mit anschließendem Upgrade noch das Mehrfachinstallieren der Version 10 zeitigte den gewünschten Erfolg. (Was sollte das wiederholte Ausführen eines Installers auch nutzen? Trotzdem habe ich diese Variante mit in den Test aufgenommen, um ihr Funktionieren auszuschließen.)

Ein thematisch gleichlautender PC-Welt-Artikel war im Übrigen genausogut für die Tonne. Manchmal genügt eine schlichte URL.

Windows 7 Ultimate RC revisited

07 05 2009

Die Installation des Windows 7 Ultimate RC auf einem VMware ESX-Server hatte ich gestern bereits kurz geschildert. Den positiven Gesamteindruck kann ich nun noch um funktionsfähige VMware-Tools, G-Data Virenscanner, Firefox, Java, OpenOffice und den Total Commander ergänzen. Der Zugriff über RDP von einem Debian Lenny mit KDE ist performant und für Büro- und Administrationsaufgaben vollkommen ausreichend.

Diesen Artikel schreibe ich mithilfe eines Firefox auf einem physikalischen Rechner. Dessen Hardware wurde bei der Installation vollständig erkannt. Die ATI-Treiber für die Grafikkarte und sogar die von CreativeLabs für die X-Fi-Soundkarte funktionieren. Zumindest insoweit, als daß hörbare Töne aus den Boxen dringen.

Einziges Manko ist im Augenblick die nichtfunktionierende Downloadmöglichkeit für den Flashplayer von der Adobe-Website. Beziehungsweise inkompatible Versionen, falls man versucht, einen Installer von woandersher zu bekommen. Nach kurzer Suche habe ich zumindest ein Archiv gefunden, die unter dem IE8 funktioniert, so daß man selbst in dieser Situation nicht gänzlich von Flash-Sites ausgesperrt bleibt. (Wobei dabei allerdings nicht allzuviel Funktionalität verlorenginge, die ich vermissen würde.)

Der Rechner hat die folgenden Komponenten:

Motherboard: Asus P5Q-E
CPU: Intel E8400 @ 3 GHz
Grafikkarte: ATI Radeon 4870 512 MB @ 780/975MHz
RAM: A-Data Vitesta 4 GB @ CL5-5-5-15
HD: Western Digital Caviar Black 640 GB (WD6401AALS)
DVD-Brenner: LG GH20

Die Leistungsbewertung von Windows 7 kommt zu diesen Ergebnissen:

Prozessor: 6,6 Punkte
RAM: 6,7 Punkte
Grafik: 6,8 Punkte
Primäre Festplatte: 5,9 Punkte
Gesamtwertung: 5,9 von 8 Punkten

Der Gesamteindruck des installierten Systems ist stimmig. Administrativ finde ich mich auf Anhieb zurecht. Viele Ungereimtheiten früherer Versionen scheinen beseitigt, und selbst die Registry sieht auf den ersten flüchtigen Blick aufgeräumter aus als in früheren Versionen. Etliche hilfreiche kleine Details und Funktionalitätsverbesserungen sind hinzugekommen.

An dieser Stelle bitte ich nicht zu vergessen, daß ich in erster Linie Linux-Systemspezialist bin. Mir fehlen sowohl die Zeit als auch das Interesse, mich bis in die tiefsten Tiefen des neuen Windows hinabzubegeben oder Informationshäppchen aus versteckten Winkeln der Microsoft-Knowledgebase hervorzukramen. Auch exzessives Benchmarken ist nicht mein Ding. Dafür gibt es wiederum eigene Spezialisten. Mich interessiert "das neue Windows" für Spiele, zur Erzeugung von Musik und als Arbeitsmittel dort, wo es absolut unumgänglich ist. Für alles andere nutze ich weiterhin Linux.

Der WAF-Faktor ist hoch. Die Königing wollte "den Guppy" (das Standard-Hintergrundbild des Aero-Designs "Windows 7") gleich behalten. Ebenso die Docks (Minianwendungen) der Uhr und der Wetteranzeige. Der ausgleichenden Gerechtigkeit halber muß ich allerdings zugeben, daß Aero sogar mir gefällt. Die Design sind zumindest untereinander stimmig. Auf Dauer wird mir die Sache dann allerdings doch ein wenig zu bunt, und von diesem ständigen Blinken diverser Füllstandsanzeigen und sonstigem Herumgeanimiere und -gezoome wird man viel zu sehr von ernsthafter Arbeit und eigentlichen Inhalten abgelenkt. Glücklicherweise läßt sich all das mit wenigen Mausklicks abschalten.

Auf den ersten Blick jedoch ist Aero ein Hingucker. Von GUIs verstehen Microsoft etwas, das muß man neidlos anerkennen. Und ja, ich weiß, daß Apple so etwas auch kann. Trotzdem. Der positive Eindruck bleibt erst einmal bestehen. Nun werde ich das System mit einer vernünftigen Festplattenpartitionierung neu aufsetzen und, wenn alles gut geht, regulär in Betrieb nehmen. Die Festplattenpartitionierung ist übrigens nach wie vor etwas, das man besser unter Linux vorbereitet. Weil der Windows-7-Installer für Sonderwünsche etwas zu sperrig zu handhaben ist.

Stadtwerke Bonn kriminalisieren Fahrgäste

06 05 2009

Vor einer guten halben Stunde bin ich bei dem Versuch, aus einem Bus der Stadtwerke Bonn auszusteigen, einem ihrer Fahrkartenkontrolleure in die Arme gelaufen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Mann stellte sich an der Haltestelle mit ausgebreiteten Armen in die Tür, hielt sich links und rechts an deren Flügeln fest und machte auf eine ziemlich ruppige und unmißverständliche Weise deutlich, daß er niemanden vor einer Kontrolle aussteigen lassen würde.

Bis praktisch zur letzten Sekunde hatte ich meine Nase in einem Buch stecken gehabt. Außerdem war es die Tageszeit vor dem ersten Kaffee. Also reagierte ich, wie von dem Kontrolleur wohl einkalkuliert, und zückte reflexartig meine Fahrkarte.

Im Nachhinein ärgere mich. Stark. Über mich und mein Verhalten. Denn eigentlich gibt es nur eine einzige korrekte Reaktion auf dessen Verhalten: Erstens darauf bestehen, aussteigen zu dürfen. Wobei dieses "dürfen" die selbstverständliche Inanspruchnahme eines Rechtes darstellt. Zweitens den Kontrolleur auffordern, sich seinerseits zunächst auszuweisen. Was etwas ist, das dieser von sich aus als erstes und vollkommen unaufgefordert hätte tun müssen. Dann erst die Fahrkarte vorweisen. Sich nicht auf Diskussionen einlassen.

Die Stadtwerke begreifen sich offenbar nicht als Dienstleister am Kunden. Denn sonst würde eine solche Situation nie und nimmer auftreten können. Als Fahrgast implizit krimininalisiert zu werden, ist eine jedenfalls eine grobe Unverschämtheit.

Windows 7 Ultimate RC

06 05 2009

Gestern nachmittag habe ich die 64-Bit-Version des Release Candidate für das kommende Windows 7 in eine virtuelle Maschine auf einem VMware ESX-Cluster installiert. Die Zeit habe ich nicht gestoppt, weil der erzielte Wert mit physikalischer Desktop-Hardware nicht vergleichbar ist und damit für die meisten Interessenten irrelevant sein dürfte.

Der Ablauf des Ganzen ist sehr simpel. Nach wenigen Mausklicks läuft das Installationsprogramm selbsttätig durch. Nach einem Reboot wird die Installation abgeschlossen. Danach kann man den Lizenzschlüssel eingeben, den Typ des Netzwerks auswählen (Heim-, Firmen- oder öffentliches Netz) und den "Nervgrad" des Update-Managers einstellen. Das war es bereits.

Als nächstes wurden die Taskbar auf minimale Größe gesetzt und ebenfalls die Größe der Icons minimiert. Anschließend war noch das Desktop-Theme von Aero auf "Windows klassisch" umzuschalten, und schon fühlte man sich bereits stark an ein entsprechend eingerichtetes Windows XP erinnert. Der Ressourcenverbrauch der virtuellen Maschine unterschied sich zunächst einmal nicht wesentlich von der einer danebenstehenden Windows-XP-Installation.

Auch wenn einige Menüpunkte geändert oder geringfügig verschoben worden sind, kann man sich in einem Windows 7 auf Anhieb zurechtfinden. Das Einrichten der Netzwerkkonfiguration und die Vergabe einer statischen IP waren eine Sache von Minuten und ohne großes Nachdenken zu erledigen.

Jetzt müssen noch Freigaben erteilt werden, weil ich von einem Debian Lenny Desktop aus per RDP auf die Maschine zugreifen werde. Das Arbeiten in der Konsole des VMware Infrastructure Client ist auf Dauer doch ein wenig arg mühselig. Danach kann Software installiert und deren Kompatibilität getestet werden. Auch den XP-Modus möchte ich noch ausprobieren.

Heute im Laufe des Tages sollte die neue Festplatte eintreffen, so daß ich die Windows-7-Installation dann auch auf einem brauchbar ausgestatteten Desktop-Rechner testen kann. Der erste Eindruck jedoch - und ich betone extra, daß ich zu mehr als 80% unter Linux arbeite - geht ungefähr so: Wow!

Sieht so aus, als hätten Microsoft ihre Hausaufgaben gemacht und aus dem Vista-Debakel gelernt. Es wird sich noch zeigen, ob sich dieser Eindruck auf Dauer bewahrheiten kann.

P-p-po-poetry: Art of Noise - Paranoimia mit Max Headroom

05 05 2009

"Seit drei Tagen habe ich plötzlich das Verlangen, Max Headroom mal wieder zu gucken.", lese ich gerade bei fefe. Auf seine Äußerung hin hat er Mails von verschiedenen Lesern erhalten, die nun nachziehen wollen. Interessant, daß eine alte Fernsehserie auf einmal von mehreren Leuten gleichzeitig aus der verstaubten Truhe abgelegter Kulturgüter zutage gefördert wird.

Und wieder einmal sind es die 80er, dieses schrillbunte, durchgeknallte und äußerst kreative Jahrzehnt, von dessem künstlerischen Œuvre noch heute etliche Genres zehren. Nein, ich nenne keine, um die Schuldigen zu schützen.

Stattdessen präsentiere ich an dieser Stelle ein tanzbares Artefakt aus den 80ern, das bisher nur leicht angestaubt klingt. Es ist "Paranoimia" von den vermutlich einzig wahren Fairlight Children, The Art of Noise, mit dem special Guest Max Headroom. Bittesehr, Film ab:






Debian auf dem Sheevaplug

05 05 2009

Ergänzend möchte ich für diesmal den Plugforum-Thread zur Debian-Installation auf dem Sheevaplug anführen, sowie - ganz frisch eingetroffen - Martin Michlmayrs Debian-Installationsanleitung samt Tarball eines Debian-Basissystems, den man von seiner Anleitungsseite herunterladen und beispielsweise auf einen USB-Stick entpacken kann. Wie bereits bei der NSLU2 wieder herzlichen Dank an Martin für seine grundlegenden Arbeiten!

Auch wenn man ab sofort Martins Anleitung folgen sollte, hatte ich bereits den im Open Plug Wiki beschriebene Weg nachvollzogen. Genauer gesagt, habe ich das ausgelieferte Ubuntu nutzbar gemacht und von dort aus eine 4 GB große SD-Karte mit ext2 formatiert. Anschließend wurde Debian per debootstrap dorthinein installiert und mit dem Ubuntu-Kernel gebootet.

Ab dort verlief die Arbeit wie üblich; das Debian-System nutzbar machen und alle nötigen Entwicklungswerkzeuge installieren waren die ersten Schritte. Die Anleitung zum Erstellen des mkimage-Binary aus dem Computingplugs-Wiki schien mir am vielversprechendsten, also habe ich auch die dort beschriebenen Aktionen nachvollzogen.

Mehr war in der zur Verfügung stehenden Zeit leider nicht möglich, weil mir ein Festplattenausfall dazwischengeraten ist. Momentan schnitze ich also noch an einem Kernel herum. Für alle, denen das zu riskant oder aufwendig ist, gibt es aber auch bereits fertige uImages samt Installationsskript zum Flashen der gewünschten Version.

Sheevaplug-Informationsquellen

04 05 2009

Neben den bereits erwähnten Bezugsquellen sind auch die wichtigsten Stellen, an denen man Informationen zu dem Steckdosen-Computer Sheevaplug finden kann, schnell aufgezählt. Ich sortiere nach Relevanz absteigend.

• Hauptanlaufstelle ist sicherlich plugcomputer.org, die "offizielle", englische Community-Site. Dort finden sich auch Links zu dem nachfolgend aufgeführten Wiki und dem Forum:

Open Plug Wiki (englisch)

PlugForum (auch englisch)

• Ebenfalls hilfreich beim Einstieg ist Computingplugs. Das ist ein kleines Wiki mit wenigen, aber wichtigen Details, die vielleicht gerade deshalb, weil es so wenige Seiten darin gibt, dort schneller gefunden werden können als anderswo. Beispielsweise ist der Artikel bezüglich des Kernelbaus eine lesenswerte Ergänzung zu der entsprechenden Anleitung im Open Plug Wiki.

• Dann gibt es seit einem Monat eine deutsche SheevaPlug-Site mit einem ebenfalls deutschsprachigen Forum und einigen wenigen Anleitungen. Der Großteil ihrer Inhalte stammt allerdings von den bereits aufgezählten englischsprachigen Sites, so daß der Informationsgehalt sich insgesamt zur Zeit noch in Grenzen hält. Die Nutzerzahl wächst aber allmählich, und vielleicht fühlt sich der eine oder andere in einer deutschsprachigen Umgebung wohler, selbst wenn die Performanz der Site ein wenig zu wünschen übrig läßt.

• Im Ubuntu-Forum schließlich gibt es einen Thread zum Sheevaplug, den man ergänzend lesen kann. Dort wird man aber kaum mehr Informationen finden, die nicht auch im offiziellen Wiki oder Forum bereits erwähnt sind.

• Mehr oder minder vernachlässigbar ist das GreenGrass SheevaPlug Forum, das derzeit erst 13 Artikel von insgesamt 14 Nutzern enthält. Die verwendbaren Informationen dort stammen zumeist aus anderen Quellen, der Großteil ist aus den hier bereits aufgezählten englischsprachigen Sites zusammengetragen. Das sieht nach einer Totgeburt aus.

• Der englische Wikipedia-Eintrag zum Sheevaplug ist zuguterletzt so rudimentär, daß man ihn ebenfalls praktisch vernachlässigen kann.

Wenn man im Web nach Informationen zum Sheevaplug sucht, stößt man unweigerlich auf eine hohe Redundanz. Wie man sieht, gibt es mehrere Wikis und Foren, die alle weitgehend ähnliche Linklisten, aber insgesamt noch recht spärliche Artikel enthalten. Mit dem gravierenden Unterschied allerdings, daß sowohl die jeweiligen Sites als auch die Artikel jeweils abweichend strukturiert sind. Mit anderen Worten: Kraut und Rüben.

Mir ist bewußt, daß ich mit der Linksammlung hier nicht unbedingt zur Verbesserung dieser Situation beitrage. Dennoch möchte ich in loser Folge einige der Artikel aufgreifen, die mir begegnen und die ich für informativ genug halte, um sie selbst zu bookmarken. Vielleicht nützen sie ja auch anderen.

Frostiges Windows

03 05 2009

Aus der Abteilung "Dinge, die immer dann eintreten, wenn man keine Zeit dafür hat": Ein Windows XP 32 Bit mit ServicePack 3 friert nach dem Booten unmotiviert ein. Manchmal nach zwei Minuten, manchmal erst nach einer Viertelstunde. Es lassen sich keine weiteren Programme mehr starten. Offene GUIs aktualisieren zwar noch für eine Weile ihre Inhalte (der Taskmanager, beispielsweise), lassen sich aber nicht mehr bedienen und stellen ihre Aktivitäten nach wenigen Minuten ebenfalls ein. Ein paralleles dazu existierendes, theoretisch identisches System läuft tadellos.

Phase I: Die Hardware ist acht Monate alt und auf den ersten Blick funktionsfähig. Alle Lüfter laufen, die Temperaturen sind stabil und bewegen sich im grünen Bereich. Ein Speichertest mittels memtest+ meldet nach vier Durchläufen keine Fehler. CHKDSK findet keine Fehler auf der Festplatte. Booten von Windows im abgesicherten Modus mit Netzwerkunterstützung gelingt. Danach läuft das System auch stabil. Ausschalten aller nicht unbedingt nötigen Programme und Dienste verlängert beim anschließenden normalen Booten zwar die Zeit bis zum Einfrieren, verhindert es aber nicht.

Phase II: Ausbau der Festplatte aus dem baugleichen Parallelsystem und Einbau in den zickenden Rechner. Bootet normal, läuft stabil. A-ha. Die übrige Hardware ist also in Ordnung. Vermutung: eng begrenzter Festplattenschaden. Einbau der betreffenden Platte in ein eSATA-Gehäuse zur weiteren Diagnose mit dem laufenden System. Alle Viren- und Malware-Scans dieser Festplatte verlaufen alarmfrei. Die Diagnose-Software des Festplattenherstellers meldet "S.M.A.R.T.-Status ok". Ein anschließender S.M.A.R.T-Kurztest kehrt jedoch bereits nach ca. 30 Sekunden mit einem "FAIL" zurück.

Phase III: S.M.A.R.T.-Langtest. Der wird nach drei Minuten durch offenbar defekte Sektoren ausgebremst und bleibt schließlich ganz stehen. Das Diagnoseprogramm läßt sich nicht einmal mehr auf normalem Wege beenden. Vermutung bestätigt: Festplattendefekt. Die S.M.A.R.T.-Abfrage lügt.

Also eine neue Festplatte ordern. Gewissensfrage: Welches Modell? Neuer Versuch mit demselben Modell, einer Western Digital Caviar Blue 640 GB (WD6400AAKS), oder Wechsel des Herstellers, zum Beispiel zu - ohnehin von mir favorisiert - Samsung, beispielsweise einer SpinPoint F1 (HD642JJ)? Danach Windows installieren und einrichten und, wesentlich aufwendiger, Installation und Konfiguration von Nutzprogrammen und Spielen. Das wird mindestens drei Feierabende in Anspruch nehmen. Wie gesagt, so etwas passiert nach Murphy immer ausgerechnet dann, wenn man gerade für so etwas ganz und gar und überhaupt keine Zeit erübrigen kann.

Windows war letztendlich definitiv unschuldig. Dessen Verhalten war lediglich ein Symptom, aber nicht die Ursache. Die Festplatte hingegen hat nur acht Monate gehalten und ist der erste Ausfall seit mindestens fünf Jahren.

Mitten aus dem Leben

01 05 2009

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.
(Notker Balbulus, St. Gallen, 840-912)

Sheevaplug-Bezugsquellen

01 05 2009

Ich beginne damit, Informationen zum Sheevaplug zu sammeln und fange bei dessen Bezugsquellen an. Sie sind rasch aufgezählt. Zur Zeit scheint es noch keinen deutschen Importeur zu geben.

• Dies ist die Webseite des Entwicklers der Hardware, Marvell.

• Dessen Angaben zu seinen Kooperationspartnern, das heißt, zu möglichen Anbietern.

• Mein Exemplar habe ich beispielsweise über Globalscale Technologies, Inc. aus den USA bezogen. Die Wartezeit bis zur Auslieferung beträgt dort zur Zeit offenbar gut einen Monat. Die Zustellung erfolgt über FedEx und hat in meinem Fall einen Tag gedauert.

• Im Vergleich zu dem von Marvell bzw. Gobalscale bereitgestellten, schlichten Entwicklungs-Kit ist auf der Partnerseite außerdem ein Anbieter aufgeführt, der den Sheevaplug bereits mit einer angepaßten und erweiterten Software ausliefert. Bei ihm nennt sich das ansonsten baugleiche Gerät Pogoplug und ist aus der Sicht des Anwenders in erster Linie zum Einsatz als NAS gedacht.

Die Namensgebung irritiert mich jedes Mal auf's Neue, denn mit Pogo assoziiere ich Lärm, Hitze, Hektik und sehr schnelle Bewegungen, nicht aber ein handwarmes, kleines Kästchen, das nichts weiter tut, als herumzuliegen und still vor sich hin zu blinken ...

Serverseitig scheint es sich dabei um einen Implementationsansatz von Cloud Computing zu handeln. Dazu paßt auch der Firmenname des Anbieters, CloudEngines. Offenbar muß zur Nutzung des Geräts ein Account auf dessen Website eröffnet werden, über den jeglicher Datenverkehr zwischen dem Pogoplug und anderen Geräten - also auch im heimischen Netz befindlichen - fließt. Der Geschäftsansatz von CloudEngines liegt daher mutmaßlich unter anderem in der Vermarktung freier Rechenkapazitäten von am Netz hängenden Pogoplugs. Deren Preis ist derselbe wie bei Globalscale Technologies, er beträgt 99$.

Mindestens ein weiterer dort aufgeführter Marvell-Partner verfolgt denselben Ansatz und nennt dies "Cloud Attached Storage". Zwei weitere setzen auf UPnP-Server und Web-TV-Streaming. Sie bieten derzeit aber noch keine fertigen Produkte für Endkunden an, so daß letztlich nur die zwei bereits genannten Bezugsquellen übrigbleiben.