Internet-Destroyer

20 01 2010

Heute nachmittag im Büro. Ein Kollege und ich diskutieren das Failover-Verhalten unserer Firewalls nach einem Firmware-Upgrade.

Azubi (kommt gelangweilt zur Tür herein): "Was macht ihr gerade?"

Kollege: "Wir machen das Internet kaputt."

Ich: "Ja, ich habe gerade ein 'rm -rf' auf www.google.com abgesetzt."

Kollege: "... und das dauert!"

Ich: "Der Befehl ist bis jetzt noch nicht zurückgekehrt."

Azubi: (guckt vom Kollegen zu mir): "Wtf...?!?"

Seltsame Tierliebe

20 01 2010

Heute morgen an der Kasse meines Lieblingslebensmittelladens.
Eine ältere Dame sucht lange nach Kleingeld, packt umständlich ihre Käufe ein
und wendet sich daraufhin zum Gehen.

Die Verkäuferin ruft ihr hinterher: "Wollen sie nicht ihr Hühnchen mitnehmen?"

Die Dame daraufhin: "Oh ja! Das liebe Hühnchen!"

Und ich so: .oO(Wtf?! Das Viech ist tot ... und steinhart gefroren!)

WLAN-Wehwehchen

14 01 2010

Habe für einen Arbeitskollegen gerade eine - hoffentlich - etwas vereinfachte Einrichtungshilfe für den WLAN-Zugang zum Netzwerk der Universität Bonn geschrieben. Die Dokumentation auf der Website der Universität ist meiner Meinung nach unnötig kompliziert und viel zu technisch formuliert für Personen, aka Studenten, die sich mit Informationstechnik und den dazugehörigen Fachbegriffen (noch) nicht auskennen. Eine leicht nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitung für das verbreitetste Betriebssystem, womöglich sogar mit einigen Bildschirmfotos, würde den Einrichtungsvorgang wesentlich erleichtern.

Man kann es selbstverständlich auch als Eignungsprüfung auffassen, ob es einem Studenten gelingen wird, sich die nötigen Kenntnisse selbständig anzueignen. Ich bezweifle jedoch, daß das in der Form beabsichtigt ist.

Schweizer Taschenmesser mit iPod-Dock

13 01 2010

Ach, übrigens: Wie ich vorgestern schrieb, hege ich leichtes Unverständnis für die Featuritis einiger Audio-Player. Als wollte sie meine Ablehnung bestätigen, folgte dann gestern diese Meldung auf Golem. Man muß nur den Anreißer lesen, um zu wissen, was ich meine.

Es sind "zahlreiche Reparaturen" in dieses Release von Amarok eingeflossen, schreibt man dort, "die vor allem für Stabilität sorgen sollen". Das ist so subtil böse, daß es schon an Destruktivität grenzt. Denn wenn etwas repariert werden muß, bedeutet es, daß es vorher kaputt war. Wenn die Reparatur "für Stabilität sorgen" soll, heißt das, daß die Software vorher instabil war.

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Google legt sich mit China an

13 01 2010

Google hat die Nase voll von China und läßt die Zensur seiner Suchmaschine dort fallen. Wenn die chinesische Regierung nicht mitspielt, wollen sie google.cn herunterfahren und notfalls auch ihre Niederlassungen in China schließen.

Jetzt wird es spannend. Ein multinationaler Großkonzern legt sich mit einer Regierung und der drittgrößten Wirtschaftsmacht der Welt an. Popcorn für alle!

(via fefe)

[Nachtrag] Ich lege Wert auf die Feststellung, daß ich diesen Artikel samt seiner Überschrift noch nicht kannte, als ich das obige schrieb.

Frühstück

13 01 2010

Heute morgen an der Kasse meines Lieblingslebensmittelgeschäftes. Ein Mann um die Dreißig in Anzughose und weißem Oberhemd legt folgendes auf's Band: 6 Gläser Nutella +40g extra und 1 Flasche Mezzo-Mix Zero. Dahinter: 3x Emmi Caffé Latte Macchiato (moi).

Schon gefrühstückt?

Video des Tages: The Monks - I Hate You

11 01 2010

Darauf hat mich dankenswerterweise heute ein Arbeitskollege gebracht, und ich bedauere es ganz außerordentlich, mein diesbezügliches Unwissen eingestehen zu müssen. Diese Bildungslücke muß schleunigst geschlossen werden:






Mehr auf die Ohren gibt es hier.

Version 1.0 für Audio-Player foobar2000

11 01 2010

Normalerweise erwähne ich Software-Veröffentlichungen nicht (nun gut, außer bei Serendipity, der besten Blogsoftware der Welt™). Das Erreichen von Version 1.0 nach vielen Jahren Entwicklungszeit ist jedoch ein Ereignis, das allemal entsprechende Würdigung verdient. Also: foobar2000, der beste Audio-Player der Welt™, ist jetzt erstmals als Major Release erhältlich.

Ich frage mich ja immer, weshalb es etwas Vergleichbares unter Linux nicht gibt. Klar, da gibt es Kommandozeilen-Player mit Dutzenden Optionen oder solche Monster wie Amarok, die in ihrem hoffnungslos überfrachteten GUI immer irgendwelche Komponenten mit sich schleppen, die immer irgendwie nicht richtig funktionieren. Als Nutzer will ich aber nicht alle anderthalb Wochen testen müssen, ob das neue Release mit den alten Fehlern aufräumt oder über schon wieder ergänzte Features doch nur wieder neue Fehler einführt.

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Schwarze Erde

10 01 2010

Höre gerade verzückt "Black Earth" von Bohren & der Club of Gore. Gestern abend schon, in etwa um dieselbe Zeit, spielte das "Midnight Radio" eine extrem verlängerte Sendung. Doomjazz vom feinsten, Entschleunigung pur. Trotzdem nicht ermüdend. Eine Reise zu der Zeit zwischen den Tönen, hinab zum Schweigen in der Mitte der Klänge. Der Schrecken lauert nicht dort, wo es laut ist. Er läuft einem leise den Rücken hinunter.

Der Geist des vergangenen Jahrhunderts

10 01 2010

"Leutheusser-Schnarrenberger droht Google", titelt heise. Was zuerst nach einem comicartigen, plakativen Witz klingt, entpuppt sich beim Lesen als offenbar vollkommen ernst gemeint.

Man muß sich die Absurdität des Ganzen einmal bewußt vor Augen führen. Auf der einen Seite eine kleine Justizministerin einer zweitrangigen Partei eines viertrangigen Landes, auf der anderen Seite ein weltweit agierender, in den Vereinigten Staaten heimischer Großkonzern. Damit wäre eigentlich bereits alles gesagt und das Handeln der Politikerin an und für sich der Lächerlichkeit preisgegeben.

"Der Geist des vergangenen Jahrhunderts" vollständig lesen


Winterwald

04 01 2010



Aufgenommen in Essen-Katernberg.
Kamera war eine Canon Digital Ixus 100 IS.

Großraumabteilunterhaltung

03 01 2010

Auf der Rückfahrt vom Vintage Electronic Festival sitze ich im Zug von Düsseldorf nach Bonn neben zwei Medizinstudentinnen, die sich mit ihrem Wissen über EMG großtun und vorgeben, dabei zu lernen. Der einen rollt immer wieder der Trolley über den Gang davon, bis ihr eine alte Dame rät, das Ding doch einfach querzustellen.

Sie daraufhin: "Oh, das klappt ja wirklich!"

Medizin studieren, aber von angewandter Physik keine Ahnung haben; ohauerha ...

Zwischenfall: Vintage Electronics 2 Analog Electronic Festival

02 01 2010

So, dann wollen wir das neue Jahr mal ganz gepflegt einläuten mit:

Twice a Man,
Portion Control und
Edward Ka-Spel.







Auf die Ohren!

[Update 2010-01-03] Links auf Wikipedia-Miniartikel zu den Künstlern eingepflegt (besser als gar nichts) und dazu eines meiner Meinung nach schönsten Pink-Dots-Stücke, um einen Eindruck von Edward Ka-Spels Stimme zu vermitteln.

Kontaktaufnahme mit dem Formatechaos

02 01 2010

Wenn ich geahnt hätte, wie schwierig es ist, eine brauchbare, freie Videokonvertierungs- und Schnittsoftware zu finden, dann hätte ich von vorneherein darauf verzichtet, den Aufwand für die Erzeugung dieses billigen, kleinen Filmschnipsels zu betreiben.

Im Ernst, gibt es 2010 immer noch keine Komplettprogramme, die solch simple Aufgaben wie das Schneiden eines Videos und die anschließende Umwandlung in ein beliebiges Zielformat für den Anwender transparent erledigen können? Ohne großartige vorherige Einstellungsorgien und die Voraussetzung, daß man darüber zuallererst zum Formatspezialisten und Filmprofi mutieren muß? Fast kann ich es mir nicht vorstellen.

Im allgemeinen bin ich recht technikaffin. Es gibt aber einige Anwendungsfälle, bei denen ich möchte, daß die Aufgabe möglichst schnell erledigt ist und der Ablauf für mich simpel vonstatten geht. Mich interessiert dabei nicht, in welchem - vermutlich proprietären - Drecksformat meine Kamera ihr Bildmaterial speichert. Und auch nicht, welches andere, vermutlich nicht hundertprozentig kompatible Format irgendein xbeliebiges Stück Software für die Bearbeitung oder Darstellung meines Bildmaterials als Input erwartet. Und auf eine Netzverbindung für irgendwelche Online-Geschichten will ich erst recht nicht angewiesen sein. Meine Filme will ich überall und jederzeit bearbeiten können. Also lokal. Punkt. Und offline. Doppelpunkt:

Ich will eine Videodatei nehmen und auf eine Software werfen können, und die ermöglicht mir dann, dieses Bildmaterial zu schneiden. Dazu muß es natürlich gleichzeitig abspielbar sein. Anschließend will ich den fertigen Film in einem möglichst massentauglichen Format speichern können. Im Idealfall dabei selbstredend ohne Qualitätsverlust. So daß, wenn ich diesen Film Tante Marta per Mailanhang oder als Datei auf einem Datenträger zukommen lasse, diese per Mausklick meine Künste als Regisseur bewundern kann, weil ihr Standard-0815-Videoabspielprogramm damit umzugehen weiß.

Damit dürfte klar werden, daß auch ein paar andere Dinge überhaupt gar nicht gehen. Zum Beispiel, daß ich irgendeinem Hersteller eines Stücks proprietärer Software, deren Qualität ich vor dem Ausprobieren logischerweise noch gar nicht einschätzen kann, zunächst mal die Farbe meiner Unterhose und die Höhe meines Gehaltes nennen muß, bevor mir gnädigerweise erlaubt wird, eine 10-Tage-Testversion seines Produktes herunterzuladen. Äh, hallo?
Also: Accounterstellungszwang beim Anbieter = kein Interesse und garantiert kein Kauf.

Ebensowenig will ich einen Kredit aufnehmen müssen, um besagtes Stück Software käuflich erwerben zu können. Meine Kamera ist ein simples Consumer-Produkt. Ihr Preis bewegt sich in einem niedrigen dreistelligen Bereich. Da bin ich nicht bereit, eine vierstellige Summe auszugeben, um von einem fingernagelgroßen Sensor erzeugtes grisseliges Bildmaterial weiterverarbeiten zu können. Wenn ich richtig filmen will, kaufe ich mir so etwas ähnliches wie eine PMW-EX1.
Also: Die Kosten für das Schnittprogramm - wenn überhaupt dabei welche entstehen - dürfen sich maximal im niedrigen zweistelligen Rahmen bewegen.

Geht das? Gibt es das? Hey Leute, wir haben 2010! Wir haben tolle Computer! Und jede Menge Rechenpower. Nur an der Kompatibilität und Nutzbarkeit diverser Softwareprodukte und damit verbundener Arbeitsabläufe scheint es immer noch gewaltig zu hapern. Nicht nur auf diesem weiten Feld, das mir im Augenblick eher wie eine ziemlich große Wüste vorkommt.

Nachgebloggt: ARD mit ELENA

01 01 2010

Falls irgendwer noch die Hoffnung hegte, in punkto Datenschutz versus Vorratsdatenspeicherung könne 2010 noch nicht jedes Kind in den Brunnen gefallen sein, konnte er sie gleich wieder fahren lassen. In die erste 20:00-Uhr-Tagesschau des neuen Jahres stieg die ARD mit einem relativ kritischen Beitrag über den Elektronischen Einkommensnachweis ein, der eigentlich auch hartgesottenen Ignoranten die Haare hätte zu Berge stehen lassen müssen. Die gesendete Kurzversion schien mir deutlichere Töne anzuschlagen ais die nun auf der ARD-Website stehende Langfassung, deshalb erwähne ich es überhaupt hier. Ich kann mich darin aber auch irren.

Normalerweise blogge ich nicht mehr über Datenschutzthemen. Wollte ich das konsequent tun, käme ich aus dem Schreiben gar nicht mehr heraus und müßte sie zum alleinigen und zentralen Thema des Blogs machen. Informiert euch selbst. Seid kritisch. Werdet aktiv. Wählt richtig. Schützt euch, wo es irgend geht und noch möglich ist.