Schwachsinn aus der Medienwelt
04 05 2005Eine Boulevard-Illustrierte, deren Schlagzeilen online flüchtig überflogen werden und deren Druckausgabe ich ansonsten höchstens auf dem Abort lese (was vermutlich stark vom Wortklang ihres Namens beeinflußt wird), läßt einen Artikel mit dem folgenden Satz beginnen: "Die momentan schwangere Anke Engelke hat einen Schlussstrich unter ihre Ehe gezogen." Moment mal. Momentan schwanger? Geht das jetzt schon zwischen Morgenkonferenz und Nachmittagsmeeting? Kann ich das auch haben? Machen die das etwa öfter, dieses schwängern? - Kaum hat man einmal Mittagspause, wird ein massiver Angriff auf den von Telefon, SMS und Mailen sowieso bereits schon stark gesenkten IQ ausgeführt. Demnächste Begriffsnekrose aus einer Nachrichtenredaktion ihrer Wahl: vorübergehend tot.
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Kategorien : Medienwelt
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