Das Letzte...

05 07 2005

<random rant>
Ich liebe das selbstgefällige Gutmenschlertum von Leuten, die glauben, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und alle Wahrheiten der Welt in ihrem Besitz. Daß es neben der eigenen Perspektive auch noch zig andere geben kann, die ebenso ihre Berechtigung und Gültigkeit haben mögen, stellt man eben erst dann fest, wenn man über den eigenen Tellerand blickt und die Grenzen seiner engen, kleinen Welt hinter sich läßt. Aber dazu muß man sich in Bewegung setzen und losgehen.
</random rant>

...Das Letzte, was man nach einem langen, anstrengenden Tag brauchen kann, ist ein Streit mit Menschen, die man zu seinem Freundeskreis zählt. Offenbar ist das manchmal trotzdem unvermeidlich. Sich unangenehm berührt fühlen und dazu schweigen, ist wohl keine Alternative. Das führt zu einer Reihe von Überlegungen, mit denen man sicher mehr als nur eine Nacht grübelnd verbringen kann: Wie begegnet man eigentlich Unreife am besten?

Kommentare

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12 07 2005
#1 Thinkabout (Antwort)

*Manchmal frisst der eigene Frust die Seele auf... Freunde gehören ja gerade zu jenen Menschen, vor denen man sich nicht verstellen, nicht nach dem Munde reden muss. Wenn sie das dann nicht verstehen, dann weisst Du auch Bescheid. Zuvor aber solltest Du Ihnen Gelegenheit geben, wirklich bei Dir anzukommen. Generell ist es manchmal sehr viel Wohltuender, Laune und Missmut eines Freundes still mitzutragen, statt laue Worte in den Wind zu sprechen.
Ich wünsche Dir die herzhaft-kräftige Aussprache mit Freunden, die sich als tragfähig erweisen, eben auch Träger sein können.
Einer, der auch immer wieder in Verdacht gerät, ein Gutmensch zu sein...
Thinkabout
17 07 2005
#1.1 Sil53r Surf3r (Antwort)

*Frustriert fühle ich mich derzeit nicht, denn die "harten" Monate liegen offenbar hinter mir. Es geht längst wieder aufwärts - auch ohne die von anderen versprochene Hilfe und Unterstützung, die zum Teil im allerletzten Augenblick erst zurückgezogen wurde. In einer Notlage erkennt man recht schnell, wer Freund ist und wer bloß Mitläufer, zumal einige von den letzteren die große Freundlichkeit besaßen, sich selbst eindeutig zu positionieren. Klarheit ist in solchen Dingen allemal von Vorteil.
Gelegenheiten, bei mir anzukommen, gab es hinreichende. Jedes Ankommen setzt allerdings eine vorherige Bewegung voraus, in diesem Fall eine des andern. Wenn dieser stattdessen in einer starren Position verharrt, nützt es leider gar nichts, wenn meine Türen offenstehen. Eine Herberge kann prinzipbedingt nur sehr schlecht zum Wanderer gelangen.
Ich bin niemand, der einen Konflikt nicht zu lösen versucht, im Gegenteil, ich spreche ihn an. Von meiner Seite aus habe ich alles versucht. Die andere scheint jedoch nicht willens oder von der Situation hoffnungslos überfordert zu sein; aber dann kann ich ihr auch nicht helfen.

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