Edgar Allan Poe: The Haunted Palace (Das Spukschloß)
01 06 2006I
By good angels tenanted,
Once a fair and stately palace—
Radiant palace—reared it's head.
In the monarch Thought's dominion—
In the greenest of our valleys,
It stood there ;
Never seraph spread a pinion
Over fabric half so fair.
II
Banners, yellow, glorious, golden,
On it's roof did float and flow ;
(This—all this—was in the olden
Time long ago).
And every gentle air that dallied
In that sweet day,
Along the ramparts plumed and pallied
A winged odour went away.
III
Wanderers in that happy valley
Through two luminous windows saw
Spirits moving musically
To a lute's well-tunéd law,
Round about a throne, where sitting
(Porphyrogene !)
In state his glory well befitting,
The ruler of the realm was seen.
IV
And all with pearl and ruby glowing
Was the fair palace door,
Through which came, flowing, flowing, flowing,
And sparkling evermore,
A troop of Echoes, whose sweet duty
Was but to sing,
In voices of surpassing beauty,
The wit and wisdom of their king.
V
But evil things, in robes of sorrow,
Assailed the monarch's high estate ;
(Ah, let us mourn, for never morrow
Shall dawn upon him desolate !)
And around about his home, the glory
That blushed and bloomed
Is but a dim-remembered story
Of the old time entombed.
VI
And travellers now within that valley,
Through the red-litten windows see
Vast forms that move fantastically
To a discordant melody ;
While, like a rapid ghastly river,
Through the pale door,
A hideous throng rush out forever,
And laugh—but smile no more.
[Edgar Allan Poe (from the short story "The Fall of the House of Usher")]
Das Spukschloß
I
Von guten Engeln einst bewohnet
Hat ein schönes, würd'ges Schloß---
Strahlend Schloß---sein Haupt erhoben.
In des Monarch Gedankens Reiche thronend---
Im dem grünsten unsrer Täler
Konnte man es stehen sehn ;
Niemals breitete Seraph die Schwinge
Über Gefüge halb so schön.
II
Banner, gelb, glorreich und golden
Flogen, flatterten vom Dach herüber ;
(Dies---all dies---war in der guten
Alten Zeit, die lang vorüber).
Und jede freundlich zarte Luft,
Die in dem süßen Tage dort
Entlang der Wälle fächelnd spielte,
Entwich als Duft von jenem Ort.
III
Wanderer durchs heitre Tal erschauten
Durch zwei leuchtend helle Fenster
Melodisch tanzend eine Geisterschar
Zum Spiele wohlgestimmter Lauten,
Um einen Thron herum, auf dem
(Marmorgleich, porphyrogen !)
Im Stand wohlangemessner Würden
Des Reiches Herr zu sehen war.
IV
Und ganz von Perlen und Rubinen glutend
War die prächtge Türe des Palastes,
Durch welche flutend, flutend, flutend
Und sprudelnd ewig eifren Hastes
Ein Trupp von Echos sprang, des süße Pflicht es war, und gern,
Lobend zu preisen; welche sangen,
Mit Stimmen, die voll wunderbarer Anmut klangen,
Verstand und Weisheit ihres Herrn.
V
Doch übles Volk, in trübseligen Roben,
Griff des Monarchen Hochsitz an ;
(Ah, laßt uns trauern, denn kein Morgen
Dämmert dem Trostlosen heran !)
Und um sein Heim herum, die lichte
Schönheit, die dort errötend einst erblüht,
Ist nur noch schwindende Geschichte
Der alten Zeit, die längst begraben liegt.
VI
Und Reisende nun innerhalb des Tales
Sehn durch die rotglühenden Fenster,
Wie tolle, tanzende, gewaltige Gespenster
Sich drehn zu dissonanter Melodie ;
Während, wie ein reißend geisterhafter Fluß
Der durch die bleiche Türe hechelt,
Eine grauenhafte Schar heraus auf ewig stürzen muß
Und lacht---doch niemals lächelt.
[Edgar Allan Poe (aus der Kurzgeschichte "Der Untergang des Hauses Usher"; Übersetzung vom 24.02.1999)]
Was man alles von sich im Netz wiederfinden kann...
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