Sinnfreie SMS
04 08 2006"Guten Tag Herr N., herzlich Willkommen beim PACKSTATION Service der Deutschen Post AG. Vielen Dank für ihre Anmeldung. PACKSTATION
Absender: PACKSTATION"
Eine abenteuerliche Interpunktion, gleich im ersten Satz. Von Kommata und Bindestrichen scheint man bei der Deutschen Post offenbar nicht allzuviel zu halten. Deshalb geht man vorsichtshalber sparsam damit um. Dafür soll einem der Name der Dienstleistung anscheinend mit dem Vorschlaghammer eingebläut werden. Bei mir hat das allerdings den gegenteiligen Effekt. Ich schätze es nicht sonderlich, in Schriftnachrichten ANGESCHRIEN zu werden, und das gleich dreimal nacheinander. Ich bin schließlich nicht taub.
Davon abgesehen ist der Inhalt dieser SMS vollkommen sinnfrei. Erstens weiß ich noch, daß ich mich soeben als Nutzer angemeldet habe. Denn soweit reicht mein Kurzzeitgedächtnis. Viel interessanter ist dagegen der Umstand, daß ich dafür ein Formular ausfüllen durfte, das man aus Datenschutzgründen eigentlich hätte boykottieren müssen. Denn was geht die Betreiber eines Paketdienstes das Geburtsdatum, die Festnetz-, die Mobilrufnummer und die Emailadresse eines neuen Kunden an? Für die Erbringung der Dienstleistung an sich ist die Erhebung dieser Daten absolut unnötig. Dennoch werden sie als Pflichtfelder im Formular gekennzeichnet.
Sinnlos ist die SMS aber vor allem deshalb, weil die eigentlichen Nutzungsdaten zweitens sowieso zugesandt werden. Per Post. Als Einschreiben, genauer gesagt. Also persönlich in Empfang zu nehmen und durch Unterschrift zu quittieren. Demnach nützt diese informationsfreie Nachricht allerhöchstens einem etwas: dem Mobilfunk-Netzbetreiber.
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