Debian auf der NSLU2

16 03 2007

Debian GNU/LinuxIch kann einfach nicht wiederstehen, ich mußte diesen Titel klauen kopieren verwursten recyclen... Am selben Tag, an dem ich den ersten Blogartikel über die NSLU2 online stellte, ging übrigens drüben am Ende der Vernunft eine weitere NSLU2 mit Debian an den Start. Und wie ich gerade lese, hat auch Jörn seinen ursprünglichen Plan, ein Software-RAID-1 hinter das Gerät zu hängen, aus Stromspargründen vorerst aufgegeben. Wie ich schon schrieb, kann ich den praktischen Nutzen einer solchen Konstellation über den Rahmen einer Machbarkeitsstudie hinaus nicht recht erkennen. Jörn gelangt offenbar zu ganz ähnlichen Schlüssen, denn jedenfalls ähneln seine Überlegungen zur Datensicherung sehr den meinen.

Das erste, was ich nach der Grundinstallation des Systems mithilfe des nichtoffiziellen Images tat, war mittels "tzconfig" die Zeitzone, in der sich der Server befindet, und mit "date" die Zeit zu setzen. Das besänftigte schonmal den gpgv, das Signaturprüftool von Gnupg, das ansonsten unstimmige Zeitstempel anmeckerte. Trotzdem gab es danach immer noch ein Problem, das sich mit einem kleinen Trick aber folgendermaßen beheben ließ:

# Fix apt-get segfaulting on updating the package list
# See http://lists.debian.org/deity/2006/12/msg00019.html
# and http://lists.debian.org/debian-boot/2006/11/msg01207.html
[n] /root/less_394-4_arm.deb
[e] cd /root/
    dpkg -i less_394-4_arm.deb


Zur Erklärung: Auf meinen Maschinen gibt es eine manuell geführte Logdatei namens /etc/CHANGES, in der systemweite Änderungen in Kurzschrift notiert werden. Dabei steht "[n]" für eine im System neu an- bzw. abgelegte Datei und "[e]" für ausgeführte Befehle auf der Konsole.

Ich habe also das ohnehin von mir benötigte Paket für den Pager less von der Debian Package Download Site heruntergeladen und anschließend manuell installiert. Dadurch wird die Paketdatenbank neu aufgebaut, was die Absturzursache offensichtlich beseitigt. Bei nachfolgenden Installationen weiterer Pakete und späteren Updates trat der Fehler noch mehrmals sporadisch auf. Er konnte jedesmal auf dieselbe Weise behoben werden, so daß ich das Paket less vorsichtshalber für's erste im Heimatverzeichnis des Superusers liegenließ. Darauf folgte dann:

# See /usr/share/doc/nslu2-utils/README.Debian for details
[c] /etc/default/rcS
    # ! FSCKFIX=no
    # ! FSCKFIX=yes
[c] /etc/default/bootlogd
    # ! BOOTLOGD_ENABLE=No
    # ! BOOTLOGD_ENABLE=Yes


"[c]" steht hierbei für veränderte Text- bzw. Konfigurationsdateien. Das im Kommentar erwähnte README sollte man sich zumindest einmal durchlesen. Alles andere waren dann übliche Arbeiten im Rahmen einer normalen Server-Einrichtung: die Nachinstallation und Konfiguration benötigter Pakete und Dienste sowie Tests auf deren Funktionalität. Insgesamt verlief die Installation erstaunlich glatt und relativ problemlos. Als kleines Schmankerl habe ich ganz zuletzt noch das Paket "beep" installiert:

# Beep on startup/shutdown
# See http://www.nslu2-linux.org/wiki/HowTo/BeepMelodies
[n] /etc/init.d/beep
[e] update-rc.d beep defaults 99 04


Im Initskript müssen die Variablen hierbei auf "BEEP=/usr/bin/$NAME" und "ARGS='-e /dev/input/event0'" gesetzt werden, wie auch im Wiki-Artikel auf NSLU2-Linux beschrieben.

Have fun... *veg*

Kommentare

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08 06 2007
#1 Mario (Antwort)

*Hi,
bei meiner NSLU2-DE gingen "BEEP=/usr/bin/$NAME" und "ARGS='-e /dev/input/event0'" nicht richtig. Die Melodie bei "/etc/init.d/beep stop" war nur gekratze. Alternative wie auch unten im verlinkten Artikel beschrieben:
nslu2-utils installieren und im Script:
BEEP="/usr/bin/leds"
ARGS="beep"

Dann geht's
10 06 2007
#1.1 Sil53r Surf3r (Antwort)

*Vielen Dank für die Ergänzung, Mario. Bei mir funktioniert es wie beschrieben. Dafür wollte die zweite Methode nicht, wenn ich mich recht entsinne. Doch solange eine von beiden klappt, ist ja jedem geholfen. :)

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