Dosenfleisch und Preßwurst
22 03 2007Beides kann ich überhaupt nicht ab. Spam ist für mich ein Beispiel par excellence für etwas, das man einem Tier nicht antun sollte. Nicht einmal einem toten. Ich muß bei der Erwähnung dieses Wortes immer an das klassische Zitat von René Goscinny denken: "In Pfefferminzsoße! Asterix - das arme Schwein!" Wobei ich der Aversion der Franzosen gegenüber der britischen Küche unverhohlenes Unverständnis entgegenbringe, denn Steak-and-Kidney-Pie hat mir bisher immer ganz hervorragend gemundet. In eine enge Dose gepreßt zu werden ist jedoch eine Schweinerei, die selbst eines Schweines unwürdig ist. Und weil dem so ist, wandert sämtliches Dörr- und Dosenfleisch, daß mir von amerikanischer, russischer und koreanischer Site ("In China essen sie Hunde" ist übrigens ein ausgezeichneter und sehr kurzweiliger Film) auf den Schreibtisch gekippt wird, nicht mehr nur unbesehen in die Rundablage. Sondern es muß ab sofort draußen bleiben, wo es von sonnenbebrillten Herren in schwarzen Anzügen geblitzdingst fachgerecht entsorgt wird. Einen Koffer voller Viagra-Pillen oder Penis-Enlargement-Patches anyone? Alternativ dazu hätten die beiden breitschultrigen, unauffällig gekleideten Türsteher etliche Stapel brandheißer Aktientips zu unschlagbaren Konditionen im Programm. Und wer bei der Adreßverteilung garantiert körperkontaktwilliger Damen leer ausgeht, kann immerhin noch eines dieser supergünstigen Software-Produkte aus allererster Hand erwerben und damit in die virtuelle Realität aufbrechen. ITler und sonstige Fachmenschen möchten vielleicht außerdem das Editorial der aktuellen c't lesen.
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