Aufgeben? Auswandern?
06 07 2007Eigentlich wollte ich mich zu den Themen rund um Stasi 2.0, unseren Mielke auf Rädern und sonstige Dinge, bei denen man wahlweise sämtliche Hände vors Gesicht oder die Zähne in diverse Tischkanten schlägt, nicht weiter äußern. Bei Rädern muß ich ohnehin immer gleich an moderne Zeiten denken, in denen wir alle friedlich, frei und froh breit grinsend im Gras auf der Blümchenwiese liegen und uns den Rest der Welt kräftig am Arsch vorbeigehen lassen.¹
Nachdem der Bundesrat den verschärften Hackerparagrafen durchgewunken hat, ziehen die ersten die Konsequenzen, und andere schließen aufgrund zunehmend restriktiver Rechtsprechung ihre Blogs (diese Links reiche ich ggfs. nach). Auswandern wäre angesichts der glänzenden Aussichten auf die kommende Vorratsdatenspeicherung oder weitere bürgerfreundliche BGH-Urteile inzwischen eine ernsthafte Überlegung wert, wäre das nicht feige und könnte man sich sicher sein, daß es woanders um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wirklich besser bestellt ist. Dennoch gibt einem angesichts solcher Nachrichten und der Gesamtsituation ein Blick auf's Zifferblatt mehr als genug zu grübeln.
¹ Dies ist im Übrigen keine Aufforderung zu verschärftem Drogenkonsum, sondern eine zum Nachdenken. Wie heißt es in der Rocky Horror Picture Show doch so schön? "A mental mind-fuck can be nice!"
(Via Fefe, Isotopp u. a.)
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