Windows 7 Ultimate RC
06 05 2009Gestern nachmittag habe ich die 64-Bit-Version des Release Candidate für das kommende Windows 7 in eine virtuelle Maschine auf einem VMware ESX-Cluster installiert. Die Zeit habe ich nicht gestoppt, weil der erzielte Wert mit physikalischer Desktop-Hardware nicht vergleichbar ist und damit für die meisten Interessenten irrelevant sein dürfte.
Der Ablauf des Ganzen ist sehr simpel. Nach wenigen Mausklicks läuft das Installationsprogramm selbsttätig durch. Nach einem Reboot wird die Installation abgeschlossen. Danach kann man den Lizenzschlüssel eingeben, den Typ des Netzwerks auswählen (Heim-, Firmen- oder öffentliches Netz) und den "Nervgrad" des Update-Managers einstellen. Das war es bereits.
Als nächstes wurden die Taskbar auf minimale Größe gesetzt und ebenfalls die Größe der Icons minimiert. Anschließend war noch das Desktop-Theme von Aero auf "Windows klassisch" umzuschalten, und schon fühlte man sich bereits stark an ein entsprechend eingerichtetes Windows XP erinnert. Der Ressourcenverbrauch der virtuellen Maschine unterschied sich zunächst einmal nicht wesentlich von der einer danebenstehenden Windows-XP-Installation.
Auch wenn einige Menüpunkte geändert oder geringfügig verschoben worden sind, kann man sich in einem Windows 7 auf Anhieb zurechtfinden. Das Einrichten der Netzwerkkonfiguration und die Vergabe einer statischen IP waren eine Sache von Minuten und ohne großes Nachdenken zu erledigen.
Jetzt müssen noch Freigaben erteilt werden, weil ich von einem Debian Lenny Desktop aus per RDP auf die Maschine zugreifen werde. Das Arbeiten in der Konsole des VMware Infrastructure Client ist auf Dauer doch ein wenig arg mühselig. Danach kann Software installiert und deren Kompatibilität getestet werden. Auch den XP-Modus möchte ich noch ausprobieren.
Heute im Laufe des Tages sollte die neue Festplatte eintreffen, so daß ich die Windows-7-Installation dann auch auf einem brauchbar ausgestatteten Desktop-Rechner testen kann. Der erste Eindruck jedoch - und ich betone extra, daß ich zu mehr als 80% unter Linux arbeite - geht ungefähr so: Wow!
Sieht so aus, als hätten Microsoft ihre Hausaufgaben gemacht und aus dem Vista-Debakel gelernt. Es wird sich noch zeigen, ob sich dieser Eindruck auf Dauer bewahrheiten kann.
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Kategorien : Computerwelt
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Aufgenommen: Mai 07, 01:20