Windows 7 Ultimate RC Installer

09 05 2009

Ein kurzer Nachtrag zur Installation: Der Windows-7-Installer möchte zwei primäre Partitionen haben. Die erste mit mindestens 100 MB(!) Nettokapazität und Boot-Flag. Die zweite muß dann lediglich groß genug für die Installation selbst sein.

Leider schert sich der Installer nicht um Zylindergrenzen und legt diese beiden Partitionen "irgendwie" und "irgendwo" an den Anfang der Platte, wenn man ihn läßt. Also einfach dort, wo Platz ist. Das Ergebnis kann dann beispielsweise ein mehrere MB großer, nicht zugewiesener Bereich vor der ersten Primärpartition und ein ebensolcher hinter der zweiten sein. Andere Partitionierungsprogramme mögen das nicht unbedingt und meckern diesen Zustand an. Außerdem bleibt der nicht zugewiesene Platz natürlich ungenutzt.

Das Einfachste ist, die Partitionierung vorzubereiten. Dazu legt man zwei passende Partitionen mit einem Partitionswerkzeug seiner Wahl an. Das Boot-Flag für die erste Primärpartition und die Kennzeichnung des Dateisystemtyps (NTFS, bzw. hexadezimal 7 bei Nutzung des fdisk einer Linux-Live-CD beispielsweise) sollte man dabei nicht vergessen. Zu formatieren braucht man die neuen Partitionen nicht. Das kann man später über den Windows-7-Installer erledigen.

In der 64-Bit-Version werden mindestens 17 GB Plattenplatz benötigt. Demnach sollte die Installation ab einer Partitionsgröße von 30 GB gelingen. Sinnvoller für einen störungsfreien Dauerbetrieb sind sicher um die 40 GB, und wer der Platz erübrigen kann, nimmt dementsprechend noch mehr. Wieviel man letztendlich aufwenden sollte, hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Deshalb gibt es auch nicht "die" perfekte Festplattenpartitionierung, sondern immer nur Annäherungen an den persönlichen Idealzustand. Speicherplatz auf handelsüblichen Desktop-Festplatten ist derzeit aber so preiswert - ca. 0,08 € pro GB - daß man sich dabei nicht zu stark beschränken sollte.

Mir bietet eine 640 GB große Festplatte mehr als genug Speicherplatz für den Alltagsgebrauch, also habe ich eine Installationspartition von 100 GB Größe gewählt. Das ist sicher ein wenig übertrieben, läßt aber genügend Raum für Veränderungen und verschafft so Flexibilität. Zwei weitere, je 150 GB große Partitionen werden für Spiele und persönliche Daten reserviert. In den restlichen Bereich installiere ich Linux.

Nur nicht vergessen, daß alle dort abgelegte Daten irgendwann einmal auch gesichert werden müssen! Es lohnt also, sich bereits bei der Installation Gedanken über eine sinnvolle Backup-Strategie zu machen. Bei der von mir gewählten Größe sind Partitions-Images beispielsweise keine sonderlich gut handhabbare und praktikable Sicherungsmöglichkeit mehr, wenn man seine Datensicherungen regelmäßig auf einem Heim-NAS ablegen möchte.

Kommentare

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09 12 2009
#1 Daniel Melanchthon [MS} (Antwort)

*Der Grund fuer den Versatz ist ganz einfach: Partition alignment. Es ist sehr sinnvoll, die Partition nicht direkt am Beginn einer Festplatte zu starten, sondern am Beginn eines Sektors der Festplatte. Das kann IO-technisch bis 20% mehr Performance bringen, weil ein IO direkt ausgefuehrt werden kann und keinen unter umstaenden sonst notwendigen Seek durchfuehren muss.\Gerade bei den immer beliebter werdenden SSDs ist das entscheidend fuer die Performance.

Mit Lniux muss ich genau festlegen, mit welchem Offset die Partition erzeugt werden soll (und gerade nicht, wie hier empfohlen, am Beginn der Festplatte). Windows Vista und Windows 7 beruecksichtigen das automatisch.

Viele Gruesse,
Daniel

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