LotRO: Turbo durch eSATA Flash-Stick?

28 06 2009

Wir spielen Herr der Ringe Online auf für diesen Zweck an sich recht gut ausgestatteten Maschinen. Ein Intel E8400 Dualcore-Prozessor, 4 GB RAM und eine Radeon HD 4870 Grafikkarte entsprechen in etwa der gehobenen Mittelklasse für Spielerechner. Nach oben geht natürlich immer noch etwas. Dort wird die Finanzdecke aber schnell recht dünn, und das Preis-Leistungsverhältnis rauscht dafür in den Keller.

Unser Betriebssystem der Wahl ist Windows 7 RC in der 64Bit-Variante. Es ist nicht langsamer als ein Windows XP. Der LotRO ("Lord of the Rings Online" = "Der Herr der Ringe Online") Client ist jedoch eine Single-Thread 32Bit-Applikation und unterliegt damit auch deren Beschränkungen. Das heißt, er wird derzeit ohnehin nicht mehr als 2 GB Hauptspeicher belegen (können), bis die Entwickler dies mit einem zukünftigen Update einmal ändern. Das 64Bit-Betriebssystem läßt uns bei den voll nutzbaren 4 GB RAM also noch genügend Reserven, um weitere Applikationen neben dem Spiel-Client betreiben zu können.

Lotro ist ein sehr texturenlastiges Spiel. Insofern war die Wahl einer Grafikkarte mit lediglich 512 MB RAM damals nicht ideal. Besonders dann nicht, wenn man die hochaufgelösten Texturen auswählt, die als Datei allein knapp 3,4 GB auf der Platte belegen. Selbst wenn nur ein Teil davon in den Grafikkartenspeicher geschaufelt werden muß, kann es bei nur 512 MB eng werden. Da die Festplatte außerdem auch der langsamste Teil des gesamten Systems ist, bremsen intensive Plattenzugriffe den Spiel-Client dabei im ungünstigen Fall aus. Es kommt zu Rucklern und Wartezeiten. Schlimmstenfalls stürzt der Client sogar ab. Besonders häufig tritt dies in der Stadt Bree und, seit der Veröffentlichung der Erweiterung "Die Minen von Moria", in der 21. Halle auf.

Suche nach Verbesserung

Mögliche Lösungen sind relativ naheliegend. Neben der Beschleunigung der Festplattenzugriffe böte sich eine Erweiterung der Grafikkarte auf 1 GB RAM an, bestenfalls sogar beides. Weil wir eine für ihre Größe schon recht flotte Festplatte verwenden, würde eine spürbar schnellere aber deutlich teuer. Selbst wenn wir dafür auf Plattenplatz verzichteten und das kleinste Modell wählten, erschiene uns das unwirtschaftlich. Aus Gründen des Energieverbrauch und der Lärmbelästigung kommt der Einbau von mehr als einer Festplatte in unsere Rechner nicht infrage. Wir müßten also Einschränkungen beim verfügbaren Speicherplatz hinnehmen. Aufgrund ihrer hohen Preise scheiden SSDs ebenfalls aus.

Auch die Überlegung, die Grafikkarten auszutauschen, erweist sich bei näherer Betrachtung als unwirtschaftlich. Das Nachfolgemodell unserer Karte, die 4890, ist entweder überhaupt noch nicht lieferbar oder aus der Gruppe der von uns näher ins Auge gefaßten Karten derzeit ebenfalls zu teuer. Also suchen wir nach einem Kompromiß.

Weil wir mit der Grafikkarte auskommen müssen, können wir nur bei den Festplattenzugriffen ansetzen. Schnell stoßen wir auf den LotRO Flashboost. Er bewirkt einen flüssigeren Spieleeindruck hauptsächlich dadurch, daß er die Datei mit den hochaufgelösten Texturen entweder auf einen schnellen USB-Stick oder eine RAM-Disk verlagert, um so von verkürzten Zugriffszeiten zu profitieren.


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Welt der Zurückgebliebenen

24 06 2009

Es ist immer wieder spannend, Kris Köhntopp zu lesen. Noch gestern abend nahm ich Bezug auf einen seiner Artikel, der mir seit knapp zwei Jahren im Gedächtnis geblieben ist. Keine Stunde später greift er dessen Thema auf und erweitert es auf die ihm eigene, eloquente Art.

Er schreibt darin einen kurzen Satz, der in seiner Dichte den Kern dessen auf den Punkt bringt, was zur Verständnis von IT vonnöten ist:

Das Wesen aller IT ist die Kopie.

Man muß zunächst diesen einen Satz begreifen, um "das Internet" verstehen zu können. Man braucht ihn, um die Kommunikationswege und -mittel des Netzes verstehen zu können. Kris dehnt ihn daher logischerweise aus. Und weil Kommunikation ein nicht wegzudenkender Bestandteil unseres Lebens ist, berührt dieser Satz auch unsere Gesellschaft.

Letzlich erklärt er einem sogar, wie Kultur funktioniert: durch Kopieren, Nachahmen, Rearrangieren, Motivation zur Verbesserung und Inspiration zum Neuschaffen. Kaum ein Künstler der letzten paar Jahrhunderte, kaum ein Wissenschaftler war ein dermaßen göttliches Genie, daß er im vollkommen luftleeren Raum operieren konnte. Viele von ihnen griffen bei ihrer Arbeit auf Vorhandenes zurück, bauten darauf auf und schufen daraus etwas Neues. In der klassischen Musik wurden von Komponisten immer wieder Zitate in ihre Werke eingebaut. Beispielsweise weiß ich von Mozart, daß er populäre Volksweisen aufgriff. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätte das heutige Abmahnwesen bereits damals existiert.

Wissen nutzt sich nicht ab, indem es weitergegeben wird. Die Kopie einer Information, also die Weitergabe von Wissen, ist das Wesen der modernen Welt. Ihre Unterdrückung wirkt sich dauerhaft hemmend und dadurch nachteilig aus auf die Entwicklung einer Gesellschaft. Darum sind alle Gedanken- und Geschäftsmodelle, die auf Zurückhalten und Wegschließen ausgerichtet sind, sehr langfristig betrachtet zum Scheitern verurteilt. Der Begriff "geistiges Eigentum" ist deshalb auch inhärenter Unsinn.

Wenn die Musikindustrie die Popkomm absagt und zur Begründung Raubkopierer anführt - ein ebenso unsinniger Begriff - zeigt das nur, wie zurückgeblieben und längst überholten Geschäftsmodellen verhaftet sie immer noch ist. Dabei wäre mehr als genug Zeit um Umdenken gewesen. Die Entwicklung des Netzes und der damit verbundenen Kulturformen war seit Jahren absehbar. Ebenso deutlich erkennbar ist der Trend weg vom "Besitzen" und "Behalten" von Informationen hin zu Dienstleistungen rund um ein bestimmtes Gebiet. Gefragt ist nicht mehr der Wert des Wissens an sich, sondern derjenige der Fähigkeit, damit umgehen und es effektiv einsetzen zu können. Es erschließen sich völlig neue Märkte, wenn man diesen Unterschied einmal begriffen hat.

In der Welt der Zurückgebliebenen existiert dieses Gedankenmodell nicht. Die ihre ist darauf ausgerichtet, eine Information ausdrucken, wegschließen und "behalten" zu können. "Wir wissen nicht, wie wir mit ihnen reden sollen und wie wir ihnen unsere Welt erklären sollen", schreibt Kris. Weil wir, wie er kurz zuvor meint, keine gemeinsame Sprache haben. Das ist aber nicht der einzige Grund.

Ein weiterer ist, daß die Zurückgebliebenen sich anscheinend von der für sie rasant ablaufenden Entwicklung völlig überrumpelt fühlen. Sie reagieren darauf mit Trotz, Unverständnis, Ablehnung und der schon erwähnten Xenophobie. Statt Interesse zu zeigen und einer Strategie der vorsichtigen Annäherung wählen sie eine der Kontrolle. Deshalb wählen wir sie nicht. Denn es mangelt ihnen an der nötigen Offenheit, an Innovationsbereitschaft, an Visionen und damit schlicht an Zukunftsfähigkeit.

CDU: Wahlprogramm der Ahnungslosen

23 06 2009

Vorhin schrieb ich, daß sich die von Jörg Tauss geschilderte Schimmerlosigkeit bestimmt nicht auf die Verräterpartei allein beschränke. Damit meinte ich aber nicht, daß ich das unbedingt bestätigt lesen wolle. (Der Artikel ist bereits von gestern.)

Wie es aussieht, ziehen sich mangelnde Netzaffinität und damit einhergehende IT-Inkompetenz in seltener brüderlicher - und schwesterlicher, denn die FDP macht in dieser Hinsicht sicher keine Ausnahme - Einhelligkeit durch die Reihen der großen Parteien. Das Netz und die damit umgehenden Menschen werden behandelt wie alles, das fremd erscheint und daher angsteinflößend wirkt: Wenn man schon nicht auswei sperren kann, dann will man es wenigstens reglementieren und kontrollieren. Letzlich ist auch das eine Erscheinungsform von Xenophobie.

Dabei werden die Reglements und Kontrollmechanismen ausgerechnet von jenen erdacht, die altersmäßig von der Generation der das Netz Nutzenden am weitesten entfernt sind. Oder, wie es bereits 2007 Bov Berg in der Jungle World ausdrückte: Alte Männer mit Kugelschreibern, die keine Ahnung haben, aber alles kontrollieren wollen.

Gut drei Wochen später nahm Kris Köhntopp dieses Bild wieder auf und reicherte es durch einen Begriff aus der Zukunftsforschung an. Was für technisch Unbedarfte in der damaligen Expertenanhörung vor dem Bundesverfassungsgericht noch nach wilder Science-Fiction geklungen haben mag, ist inzwischen auf dem besten Wege, Realität zu werden. Der zu jenem Zeitpunkt längst schwelende Generationenkonflikt eskaliert derweil munter vor sich hin und kulminiert mittlerweile in immer groteskeren Reglementierungsmechanismen.

Den alten Männern entgleitet das Verständnis für einen Teil dieser Welt. Nun versuchen sie verzweifelt, mit ihren Kugelschreibern dagegen anzukritzeln.

Tauss erklärt Parlamentarier-Verhalten

23 06 2009

Auf Abgeordnetenwatch erläutert Jörg Tauss das Abstimmverhalten zum Zugangserschwerungsgesetz. An und für sich bereits erschreckend realistisch, wird das erst recht gruselig, wenn man sich einmal etwas von diesem Thema löst. Denn abstrakt betrachtet lassen sich sicher noch weitere Problemfelder finden, die ähnlich kompetent beackert werden. Und das nicht bloß von der Verräterpartei.

Wie heißt es so schön? Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man 'nen Arbeitskreis. Dabei geht es, wohlgemerkt, primär nicht darum, Ergebnisse zu erzielen. Ein Arbeitskreis ist, wie der Name schon sagt, dazu da, um zu arbeiten.
Ergebnisse sind da eher sekundär.
Oder gar zufällig.

Volker Pispers: Stoppschild

23 06 2009

Haha, Volker Pispers trifft einmal mehr den Nagel auf diverse Holzköpfe!

Bitte halten Sie für 140 Sekunden Augen und Ohren zu. Wir werden Sie benachrichtigen, sobald die Gefahr vorbei ist.

Mit deiner Unterschrift in den Bundestag!

21 06 2009

Der derzeitige Stand sind 93% bisher gesammelter Unterstützer-Unterschriften. Es bleiben noch 33 Tage, um das Ziel zu erreichen. Mach mit!

Dieses Land braucht dringend frisches Blut in der Politik und eine Veränderung seiner immer demokratiefeindlicher und bürgerrechtsärmer werdenden politischen Landschaft. Verkrustete Strukturen wollen aufgebrochen, verknotete Seilschaften gelöst und unheilige Allianzen zwischen Lobbies und etablierten Parteien exorziert werden.


Das Wort zum Sonntag

21 06 2009

Hal Faber war schon immer erfrischend beachtenswert. Diese Woche aber schießt er den Adler ab. Bitte unbedingt lesen!

Desweiteren möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal auf fefe und Isotopp hinweisen. Insbesondere fefe ist momentan besonders schnell mit Updates und Kommentaren.

Sieben bewegende Filme

21 06 2009

Angesichts dumpfer Hollywood-Platitüden und schwacher Remakes kam woanders die Frage auf, ob es noch Filme gäbe, die wirklich bewegend seien. Bewegend im Sinne von anrührend, mitreißend, erschreckend oder verstörend. Gefragt wurde auch nach Filmen, die gängigen Sehgewohnheiten bewußt nicht ent- oder ihnen sogar widersprechen.

Diese sieben Titel konnte ich aus dem Stegreif nennen. Danach wurde es ziemlich unübersichtlich, weil mir nach einigen Momenten des Nachdenkens noch viele weitere Filme einfielen, die aufzählenswert wären. Sollte ich eine Liste erstellen, würde sie vermutlich weit mehr als zwei Dutzend Titel umfassen.

Betty Blue (Drama, 1986)
Der Zementgarten (Drama, 1993)
Himmlische Kreaturen (Drama, 1994)
So finster die Nacht (Coming of Age, 2008)
Eden Log (Dystopie, 2007)
Henry: Portrait of a Serial Killer (Thriller, 1986)
Ôdishon (Audition) (Thriller, 1999)

Unter der Prämisse "Bruch mit gängigen Sehgewohnheiten" würde ich im weitesten Sinne auch "The Cell" noch erwähnen, obwohl es sich dabei um eine Hollywood-Produktion handelt. Die Szenen, die sich in der Geisteswelt des Mörders abspielen, sind auf jeden Fall sehenswert, sehr detailreich und phantastisch. Das Drumherum ist allerdings bloß ein 08/15-Thriller mit absurdem Plot.

The Cell (Thriller, 2000)

Terry Gilliams "Tideland" kenne ich noch nicht, dem Inhalt nach könnte er aber ebenfalls sehenswert sein.

Tideland (Drama, 2005)

Und natürlich gibt es noch viele weitere. Wer sich für Filme interessiert, die ausgetretene Pfade großer Filmproduktionsstätten verlassen, dem kann ich die Nordischen Filmtage besonders empfehlen. Sie finden alljährlich in Lübeck statt.

Zensi Zensursula

20 06 2009

Das Lied zur Stimmung im Lande! Ihr könnt alle mitschunkeln und -singen!






(nachgebloggt; diverse Quellen, hier die originale)

Wir sind China

19 06 2009

Wir sind China

(nachgebloggt; von hier)

Filtern ist keine Lösung

18 06 2009

Filtern ist keine Lösung

(nachgebloggt; via roddy und fefe)

778

10 06 2009

"778", verkündet die Königin.

Denn es begab sich zu der Zeit, daß ein Gebot von der Büchereule ausging, daß alle Welt Bücher geschätzet würde(n). Da machte sich auf auch die Königin und schätzte nicht, sondern zählte die Bücher ihres Bestandes. Und das Buch der Bücher ist darin nicht einmal eingerechnet.
Das gehört nämlich mir.

[Update 11.06.2009] Die Königin besteht darauf, daß zwei der ihren ebenfalls Exemplare der Bibel sind. Ein weiteres ist eine Ausgabe des Korans.

Windows 7 Ultimate RC Installer

09 05 2009

Ein kurzer Nachtrag zur Installation: Der Windows-7-Installer möchte zwei primäre Partitionen haben. Die erste mit mindestens 100 MB(!) Nettokapazität und Boot-Flag. Die zweite muß dann lediglich groß genug für die Installation selbst sein.

Leider schert sich der Installer nicht um Zylindergrenzen und legt diese beiden Partitionen "irgendwie" und "irgendwo" an den Anfang der Platte, wenn man ihn läßt. Also einfach dort, wo Platz ist. Das Ergebnis kann dann beispielsweise ein mehrere MB großer, nicht zugewiesener Bereich vor der ersten Primärpartition und ein ebensolcher hinter der zweiten sein. Andere Partitionierungsprogramme mögen das nicht unbedingt und meckern diesen Zustand an. Außerdem bleibt der nicht zugewiesene Platz natürlich ungenutzt.

Das Einfachste ist, die Partitionierung vorzubereiten. Dazu legt man zwei passende Partitionen mit einem Partitionswerkzeug seiner Wahl an. Das Boot-Flag für die erste Primärpartition und die Kennzeichnung des Dateisystemtyps (NTFS, bzw. hexadezimal 7 bei Nutzung des fdisk einer Linux-Live-CD beispielsweise) sollte man dabei nicht vergessen. Zu formatieren braucht man die neuen Partitionen nicht. Das kann man später über den Windows-7-Installer erledigen.

In der 64-Bit-Version werden mindestens 17 GB Plattenplatz benötigt. Demnach sollte die Installation ab einer Partitionsgröße von 30 GB gelingen. Sinnvoller für einen störungsfreien Dauerbetrieb sind sicher um die 40 GB, und wer der Platz erübrigen kann, nimmt dementsprechend noch mehr. Wieviel man letztendlich aufwenden sollte, hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Deshalb gibt es auch nicht "die" perfekte Festplattenpartitionierung, sondern immer nur Annäherungen an den persönlichen Idealzustand. Speicherplatz auf handelsüblichen Desktop-Festplatten ist derzeit aber so preiswert - ca. 0,08 € pro GB - daß man sich dabei nicht zu stark beschränken sollte.

Mir bietet eine 640 GB große Festplatte mehr als genug Speicherplatz für den Alltagsgebrauch, also habe ich eine Installationspartition von 100 GB Größe gewählt. Das ist sicher ein wenig übertrieben, läßt aber genügend Raum für Veränderungen und verschafft so Flexibilität. Zwei weitere, je 150 GB große Partitionen werden für Spiele und persönliche Daten reserviert. In den restlichen Bereich installiere ich Linux.

Nur nicht vergessen, daß alle dort abgelegte Daten irgendwann einmal auch gesichert werden müssen! Es lohnt also, sich bereits bei der Installation Gedanken über eine sinnvolle Backup-Strategie zu machen. Bei der von mir gewählten Größe sind Partitions-Images beispielsweise keine sonderlich gut handhabbare und praktikable Sicherungsmöglichkeit mehr, wenn man seine Datensicherungen regelmäßig auf einem Heim-NAS ablegen möchte.

Windows 7 Ultimate RC und Firefox mit Adobe Flash Player

08 05 2009

Das Download-Formular auf der Site des Herstellers ist unter Windows 7 RC kaputt. Alternativ kann man auf dessen Flash-Player-Installer aber auch direkt zugreifen.

Das ist außerdem die einzige Methode, die bei mir funktioniert hat. Alle übrigen Tips aus dem Web fruchteten nicht. Weder das Installieren verschiedener Releases der Version 9 mit anschließendem Upgrade noch das Mehrfachinstallieren der Version 10 zeitigte den gewünschten Erfolg. (Was sollte das wiederholte Ausführen eines Installers auch nutzen? Trotzdem habe ich diese Variante mit in den Test aufgenommen, um ihr Funktionieren auszuschließen.)

Ein thematisch gleichlautender PC-Welt-Artikel war im Übrigen genausogut für die Tonne. Manchmal genügt eine schlichte URL.

Windows 7 Ultimate RC revisited

07 05 2009

Die Installation des Windows 7 Ultimate RC auf einem VMware ESX-Server hatte ich gestern bereits kurz geschildert. Den positiven Gesamteindruck kann ich nun noch um funktionsfähige VMware-Tools, G-Data Virenscanner, Firefox, Java, OpenOffice und den Total Commander ergänzen. Der Zugriff über RDP von einem Debian Lenny mit KDE ist performant und für Büro- und Administrationsaufgaben vollkommen ausreichend.

Diesen Artikel schreibe ich mithilfe eines Firefox auf einem physikalischen Rechner. Dessen Hardware wurde bei der Installation vollständig erkannt. Die ATI-Treiber für die Grafikkarte und sogar die von CreativeLabs für die X-Fi-Soundkarte funktionieren. Zumindest insoweit, als daß hörbare Töne aus den Boxen dringen.

Einziges Manko ist im Augenblick die nichtfunktionierende Downloadmöglichkeit für den Flashplayer von der Adobe-Website. Beziehungsweise inkompatible Versionen, falls man versucht, einen Installer von woandersher zu bekommen. Nach kurzer Suche habe ich zumindest ein Archiv gefunden, die unter dem IE8 funktioniert, so daß man selbst in dieser Situation nicht gänzlich von Flash-Sites ausgesperrt bleibt. (Wobei dabei allerdings nicht allzuviel Funktionalität verlorenginge, die ich vermissen würde.)

Der Rechner hat die folgenden Komponenten:

Motherboard: Asus P5Q-E
CPU: Intel E8400 @ 3 GHz
Grafikkarte: ATI Radeon 4870 512 MB @ 780/975MHz
RAM: A-Data Vitesta 4 GB @ CL5-5-5-15
HD: Western Digital Caviar Black 640 GB (WD6401AALS)
DVD-Brenner: LG GH20

Die Leistungsbewertung von Windows 7 kommt zu diesen Ergebnissen:

Prozessor: 6,6 Punkte
RAM: 6,7 Punkte
Grafik: 6,8 Punkte
Primäre Festplatte: 5,9 Punkte
Gesamtwertung: 5,9 von 8 Punkten

Der Gesamteindruck des installierten Systems ist stimmig. Administrativ finde ich mich auf Anhieb zurecht. Viele Ungereimtheiten früherer Versionen scheinen beseitigt, und selbst die Registry sieht auf den ersten flüchtigen Blick aufgeräumter aus als in früheren Versionen. Etliche hilfreiche kleine Details und Funktionalitätsverbesserungen sind hinzugekommen.

An dieser Stelle bitte ich nicht zu vergessen, daß ich in erster Linie Linux-Systemspezialist bin. Mir fehlen sowohl die Zeit als auch das Interesse, mich bis in die tiefsten Tiefen des neuen Windows hinabzubegeben oder Informationshäppchen aus versteckten Winkeln der Microsoft-Knowledgebase hervorzukramen. Auch exzessives Benchmarken ist nicht mein Ding. Dafür gibt es wiederum eigene Spezialisten. Mich interessiert "das neue Windows" für Spiele, zur Erzeugung von Musik und als Arbeitsmittel dort, wo es absolut unumgänglich ist. Für alles andere nutze ich weiterhin Linux.

Der WAF-Faktor ist hoch. Die Königing wollte "den Guppy" (das Standard-Hintergrundbild des Aero-Designs "Windows 7") gleich behalten. Ebenso die Docks (Minianwendungen) der Uhr und der Wetteranzeige. Der ausgleichenden Gerechtigkeit halber muß ich allerdings zugeben, daß Aero sogar mir gefällt. Die Design sind zumindest untereinander stimmig. Auf Dauer wird mir die Sache dann allerdings doch ein wenig zu bunt, und von diesem ständigen Blinken diverser Füllstandsanzeigen und sonstigem Herumgeanimiere und -gezoome wird man viel zu sehr von ernsthafter Arbeit und eigentlichen Inhalten abgelenkt. Glücklicherweise läßt sich all das mit wenigen Mausklicks abschalten.

Auf den ersten Blick jedoch ist Aero ein Hingucker. Von GUIs verstehen Microsoft etwas, das muß man neidlos anerkennen. Und ja, ich weiß, daß Apple so etwas auch kann. Trotzdem. Der positive Eindruck bleibt erst einmal bestehen. Nun werde ich das System mit einer vernünftigen Festplattenpartitionierung neu aufsetzen und, wenn alles gut geht, regulär in Betrieb nehmen. Die Festplattenpartitionierung ist übrigens nach wie vor etwas, das man besser unter Linux vorbereitet. Weil der Windows-7-Installer für Sonderwünsche etwas zu sperrig zu handhaben ist.