03
05
2007
Heute abend live in der
Harmonie in Bonn gesehen und gehört, kurz, erlebt:
Kraan, Urgestein des Krautrock. Unglaublich, welche Spielfreude nach all den Jahren auf der Bühne zu spüren ist. Professionalität sowieso. Wenn man aus dem "Flow" einmal auftauchte, blieb einem mehr oder minder staunend der Mund offenstehen. Ein zweistündiges Set verdient auch der Länge wegen Achtung. Jedenfalls war dieser Gig sein Geld mehr als wert. Fotos sollen auf der Website der Harmonie morgen folgen.
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19
03
2007
Seit Wochen rotiert bei mir ein und dieselbe Scheibe (sofern man bei MP3s im Flashplayer überhaupt noch von "rotieren" sprechen kann): das von der Mitte der Neunziger Jahre stammende Album
"Draconian Times" der UK-Band
Paradise Lost. Im Metal-Lager damals ziemlich heftig einschlagend, hatte ich weder der Platte noch der Band je sonderliche Aufmerksamkeit gewidmet. Zu der Zeit war ich nämlich wesentlich stärker mit
sinnlosen KrachKlangcollagen aus der
Baller-Bubi-Ecke beschäftigt. Wie schön, daß manche Musik im Grunde genommen zeitlos ist und einem dadurch nicht wirklich etwas entgeht. Heute weiß ich diese "Neuentdeckung" für mich um so mehr zu schätzen.
Überhaupt ist es selten, daß ich eine Platte mehr als ein- oder zweimal hintereinander hören kann. Die meiste moderne Musik ist entweder qualitativ nicht hochwertig genug oder sie ist so sehr auf Ohrwurmqualitäten getrimmt, daß man sie ob ihrer Eingängigkeit rasch leidhört. Das letzte Mal, daß ich ein Album in der Heavy Rotation hatte, war das grenzgeniale Debüt der australischen
Wolfmother. Seither herrschte ziemliche Flaute an der heimischen Beschallungsfront. Aber das änderte sich, wie gesagt, vor ein paar Wochen.
Sehr schön an der
"Draconian Times" ist ihr fetter Mix, dessen ausgewogene Verteilung der Instrumente im Klangbild dafür sorgt, daß man die Tracks auch unterwegs bei niedriger Lautstärke gut hören kann, ohne wesentliche Details der Darbietung zu verpassen. Das würde ich mir genau so auch noch für manche andere Platte wünschen.
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15
03
2007
Heute wäre
Zarah Leander übrigens 100 Jahre alt
geworden. Das erinnert mich wieder daran, daß ich unbedingt eine Best-Of der Diva und Sängerin von Titeln wie "
Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn" auf meine Wunschliste setzen sollte. Manche Stücke sind und bleiben einfach zeitlos.
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27
10
2006


Es ist vollbracht. Nach langer Wartezeit haben die Mannen von
Dead United endlich ihr erstes Album fertiggestellt. Auf einer 9-Track-EP namens "
3D Audio Horror" haben Buzz Vendetta, Sir Charles D. Vote, Dig van Grave, Mister Stiff und Dave Leppard unter so charmanten Titeln wie "
Zombie Girl" oder "
Space Rape" romantische Liebeserklärungen an die Welt der Toten und gleichzeitig eine
Hommage an längst vergangene Zeiten versammelt. Stellenweise erinnert mich Mr. Vendettas
Throating Getröte Gesang an eine etwas zeitgemäßere Fassung eines Stiv Bator von den
Lords of the New Church. Was aus dem Mund eines erklärten Lords-Anhängers ein dickes Kompliment darstellt.
Es gibt Fleich, Baby!


Pünktlich zu
Samhain wird das Publikum anläßlich der Release-Party ihres aktuellen Longplayers im B-Hof zu Würzburg fette Frikadellen an die Ohren gebrüllt bekommen. Womöglich wird man dabei mit frisch ausgebeinten Koteletts beworfen, so daß man vorsichtshalber damit rechnen sollte, hinterher ein Schnitzel an der Backe kleben zu haben. Knöcheltief im Blut zu waten, gehört voraussichtlich ohnehin zu den unvermeidbaren Konzertnebenschauplatzereignissen. Also schnalle man sich die Lack-, Leder oder Latexstiefel unter oder laufe zumindest in flüssigkeitsresistenten Docs zu Buzzs Kettensägen-Show auf. Die Vampire unter der Gefolgschaft dürfen natürlich gern auf allen vieren die Kellertreppe zum Gewölbe herabkriechen. Sie können dann den übrigen Gästen als Sitzgelegenheiten dienen.
Freundlicherweise stellen die vereinten Toten ihr akustisches Elaborat zum höchst moderaten Preis von acht Silberlingen zur Verfügung. Das gibt's nirgendwo sonst und dazu eine 3D-Brille samt eines passenden Booklets. Das T-Shirt ist für 'nen schlappen Zehner erhältlich. Falls einer von euch also noch immer nicht weiß, was er
letztes Halloween getan hat mir zur
Feier des Tages schenken möchte, Spenden von Tonträgern und Naturalien sind immer gerne gesehen. Schlagt zu, bevor es die Mehrwertsteuer tut oder ein motorsägenschwingender Buzz Vendetta vor eurem mittlernächtlichen Bett auftaucht.
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13
10
2006
YouTube-Fundstück: Die damals noch elfjährige
Bianca Ryan verschlägt mit ihrer Interpretation des Stücks "
And I'm Telling You (I'm Not Going)" von Jennifer Holliday dem Jurorenteam der Show "America's Got Talent" die Sprache.
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22
09
2006
Achtung, Gitarren-Content! Elektroniker mit akuter Katzendarmallergie machen bitte einen möglichst weiten Bogen um diesen Eintrag. Nicht, daß es hinterher heißt, ich hätte nicht rechtzeitig vor Ohrenbluten und galoppierenden Anfällen von
Headbangen Kopfknallen gewarnt. Heute ist offenbar der Tag der Musik. Sei's drum. Der YouTube-User Funtwo interpretiert die Rockfassung von
Johann Pachelbels Kanon, die von
JerryC geschrieben wurde, ebenfalls auf YouTube.
Und jetzt entschuldigt mich. Ich muß meine Gitarre verkaufen.
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22
09
2006
Nun, zumindest in der Nähe anwesender Vertreter des
CCC ließen sich auf der Popkomm in Berlin die Spuren alternativer Vertriebswege verfolgen. Als hätte ich es vorhin geahnt. Wie auch
Golem berichtet, verteilte der Chaostreff Regensburg parallel zur Musikmesse Popkomm in Berlin den kostenlosen Musik-Sampler "Pimp My Rights". Er kann aber auch von der Website des CCCR heruntergeladen werden. Und wo wir gerade schon von kostenloser Musik sprechen, möchte ich an dieser Stelle auf das von mir sehr geschätzte Netaudio-Label
tonAtom sowie auf den
Netlabels-Katalog netlabels.org aufmerksam machen. Viel Spaß beim Stöbern und kostenlosen Konsumieren! Hört euch um, mit Genuß und mit Bedacht.
[Update] Hörpflicht:
04. Paniq - Elektronische Musik
ROTFL! Das hat beinahe schon SENSELESS-GEBOLLAH!-Qualitäten. Es erinnert ein wenig an
Michael Briels Spaßstücke (die sich allerdings nicht auf seiner Website befinden).
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22
09
2006
Hallo Film- und Musikindustrie!
Fight Club DVD, Standardausgabe: 2,99 €
Diverse Audio-CDs namhafter Künstler (Red Book konforme Standard-CD-DA, kein "Kopierschutz" o. ä.): 5,-- €
Na also. Geht doch. Hiermit schlage ich eine friedliche Einigung vor: Ihr sorgt dafür, daß derartige Ladenpreise Dauerzustand werden, und im Gegenzug sichere ich zu, jeden Monat eine dreistellige Summe in meine Medienbibliothek zu investieren. Na, sind wir im Geschäft?
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22
09
2006
Nachricht von der anderen Seite des Atlantiks:
"Your new blinking, bleeping, blonking hand-made synth friend is FINALLY shipping!"
...Dinge, die man gerne hört.
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20
09
2006
Ja, wie geil ist das denn?! Als Ex-Trekkie und
humble humpelnder Noisemaker kann ich vor Leuten, die sowas aus dem Zylinder zaubern, nur die Hand mit dem Vulkangruß erheben und meinen nichtvorhandenen Hut ziehen.
(Via Isotopp)
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17
09
2006
Vor wenigen Tagen wurde der
Chaos Computer Club 25. Heute wurden
Linux 15 und die
LP 75 Jahre alt. Sowohl zum
CCC, zu
Linux als auch zur
Schallplatte bietet die deutsche Wikipedia übrigens auch noch ausführlichere Informationen an. Allen Jubilaren ganz herzliche Glückwünsche. Dafür, daß es sie gab. Dafür, daß es sie gibt. Dafür, daß es sie noch gibt. Und ganz besondere für's Überleben. Ohne sie wäre die Welt um einiges ärmer.
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09
09
2006
Ich schreibe gerade an einem praxisorientierten Artikel zum Thema Audio-CD-Archivierung. Er behandelt das Anlegen eines Audio-Archivs und das Auslesen von CDs unter Windows 2000 und XP. Später soll er noch mit Unterthemen wie Massen-Tagging, ReplayGain-Applizierung, Organisation und Verwaltung des Archivs sowie Streaming der Inhalte über das Netz ergänzt werden. Grundlage hierfür bilden bereits bestehende, im Web erhältliche Anleitungen, Forenbeiträge und freie Software.
Während des Schreibens fällt mir auf, wieviel Zeit ich in dieses Thema bereits investiert und wieviel Hintergrundwissen ich mir dabei angeeignet habe. Es dürfte sich längst um etliche Abende und eine zweistellige Anzahl von Stunden handeln. Interessant ist, daß ich die erworbenen Kenntnisse inzwischen unbewußt voraussetze. Die größte Schwierigkeit beim Schreiben des Artikels ist daher, dieses Wissen in kompakter, aber verständlicher Form einfließen zu lassen. Und das, ohne dem Leser zuzumuten, darüber zum Experten zu mutieren.
Praxisorientierte Anleitungen sollten meiner Meinung nach dazu verhelfen, mit möglichst geringem Aufwand gute bis sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Darüberhinaus sollten sie auf weiterführende Lektüre verweisen, so daß sich der Leser auf Wunsch tiefer in die Materie einarbeiten kann, um seinen Wissensstand und damit gleichzeitig auch die erreichten Ergebnisse zu verbessern. Aber auch ohne dieses Hintergrundwissen sollte man anhand des Artikels bereits in der Lage sein, zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
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26
08
2006

Nach über zwei Jahren habe ich die hier gerade unversehrt aus einem Kenwood KX-2520 Tapedeck gezogen. Die hohe Verarbeitungsqualität läßt sich auf dem Bild recht gut erkennen. Ein Aufschrauben und Zerlegen ist bei dieser Bauweise gar kein Problem. Mithilfe solcher Kassetten habe ich für einige meiner Aufnahmen Bandschleifen hergestellt, die "Samples" simulierten. Ein richtiger Hardware-
Sampler war damals für mich unerschwinglich. Also behalf ich mich mit mehreren Billig-Kassettenrekordern, die der Aufnahme Schleifen unterschiedlicher Länge zuspielten. Das Timing erfolgte von Hand, weshalb das Ganze ziemlich zeitaufwendig und natürlich niemals wirklich präzise war. Einmal habe ich einen dieser Rekorder sogar dafür umgebaut. Er bot die Möglichkeit, über ein externes Mikrofon samt integriertem Schiebeschalter den Transportmotor im Aufnahmemodus an- und abzuschalten. Das war eigentlich für Memos und Diktate gedacht. Stattdessen habe ich ein Interface für meinen Commodore
Plus/4 gelötet, damit er den gleichen Schaltvorgang über ein Relais steuern konnte, das am Parallelport des Computers angeschlossen war. Anschließend schrieb ich ein
BASIC-Programm, das die Schaltvorgänge für die jeweilige Aufnahme erledigte. Danach mußten "nur" noch die Steuerdaten eingegeben werden, die ich per Stoppuhr und nach der Trial-and-Error-Methode ermittelte. Weil das Programm die relativ gleichbleibenden Verzögerungen berücksichtigte, die der Rekordermotor zum Anfahren und Stoppen des Bandes benötigte, wurde der Zuspielvorgang dadurch etwas genauer. Mit der rein manuellen Bedienung aller Geräte wäre ich ansonsten hoffnungslos überfordert gewesen. Denn teilweise bestand mein "Setup" aus einem HiFi-Mischpult, einem Aufnahmerekorder, zwei Zuspielern, ein bis zwei CD-Playern, dem C-Plus/4-Computer bzw. später wechselweise Amiga 500 und 200, einer Gitarre und einem Mikrofon.
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25
08
2006

Aus der Rubrik "Unveröffentlichte Raritäten". Ja, das waren noch Zeiten, als man Musik den Mitmenschen buchstäblich an den Kopf werfen oder auf direktem Wege scheppernd in die Tonne kloppen konnte! Da war nichts mit langweilig-steril klingenden, flachen Silberscheiben samt notorisch viel zu kleiner Coverfläche auf dem jeweiligen Jewel Case. Die Schrift auf den Tapes mußte man nämlich noch sehr viel kleiner drucken. Das erforderte Kunstfertigkeit. Es gab scharfkantig splitternde Kunststoffgehäuse, Hüllen mit ständig gesprungenem Deckel und Kassetten, die sich in zwei Hälften, Bandspulen und Schräubchen zerlegten, wenn die kleine Schwester sie gegen die Wand pfefferte. Es gab Bandsalate, Leiern und Hintergrundrauschen, verzerrtes Gekrächze an zerknittertem Stellen und Übersprechen von der Lage darunter. (Erinnert sich noch jemand an die legendären
120er-Bänder?) Manchmal war es aber auch genau das, was auf der Kassette zu hören sein sollte. Fünfundvierzig Minuten lang liebevoll aufgenommener Baustellenlärm soll sich eine Zeitlang auch ganz gut verkauft haben. Das war noch Musik zum Anfassen! Jeder konnte sich von seinem Taschengeld legal eine Monoraspel beschaffen und
Mal Sondocks Hitparade aus dem Radio mitschneiden. Oder eigene Hörspiele basteln. Oder mit einer Frühform von Karaoke im engeren Familienkreis berühmt werden. Niemand hat nach der
RIAA, der
NRA oder der
Gema verlangt, bloß weil ein kleiner Pimpf beim Frühstück "Mama!" ins Mikrofon gelallt hatte. Heutzutage wird man dafür wegen Markenrechtsverletzungen (Institut für Züchtungsforschung) und Copyright-Mißbrauch (Heintjes Erben) lebenslänglich nach
Guano Guarana Guantanamo verfrachtet. Ich wußte, es hatte etwas mit Gestank zu tun. Überhaupt ist das gesellige Absingen obskurer Kindergeburtstagslieder seit geraumer Zeit
streng verboten. Und der Effekt eines auf langweiliger Autobahn bei voller Fahrt aus dem Fenster geworfenen Tapes mitsamt des sich hunderte Meter weit lustig im Wind aufdröselnden Bandes war sowieso durch nichts zu überbieten. Ja, das waren noch Zeiten!
Da fällt mir gerade spontan ein, irgendwo müßte doch noch eine Kiste...
(via Hoshi, Lucy F. und Isotopp)
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