Underworld: Evolution
08 03 2006Der Nachfolger ist ganz nett gemacht und unterhält, was für ein Sequel bereits viel gesagt ist. Da ich in Erwartung einer "Teil-II-typischen" Enttäuschung ins Kino gegangen bin, waren meine Ansprüche aber dementsprechend niedrig angesetzt.
Im positiven Sinne ist "Underworld: Evolution" ein brauchbarer Actionfilm, wobei die langgezogenen Schießereien allerdings gegen Ende ermüden und beginnen, zu nerven. Es gibt überflüssige Szenen - besonders die Sexszene ist hier als Griff ins Klo zu nennen - sowie etliche anderweitige Längen, und die Kamera setzt Kate Beckinsale nur allzugern in vielerlei Nahaufnahmen ins Bild. Der Film ruht sich auf der Ausstrahlung seiner Protagonisten aus, die Dramaturgie bleibt dabei jedoch zwangsläufig auf der Strecke. Mehrere Rückblenden auf den Teil eins sowie langgezogene Monologe aus dem Off erhöhen ebenfalls nicht gerade die Spannung, und die Handlung fällt insgesamt, wie schon zu erwarten gewesen war, recht dürftig aus.
Was bleibt, sind düstere, wieder sehr detailreiche Szenen, in denen es sich lohnt, den Blick auch abseits der Handlungsszentren schweifen zu lassen. Für Anhänger von Vampir-, Werwolf- oder Horrorfilmen ist "Unterworld: Evolution" zum Mindesten sehenswert, aber auch Action-Fans dürften hierbei auf ihre Kosten kommen.
Meine Wertung: ••
Am Rande bemerkt zwingt die Original-Website zum Film von Sony Pictures ihren Besuchern Popups und Autoinstallationsversuche von Plugins auf, deshalb wird sie konsequenterweise nicht verlinkt.
Zuletzt noch ein Wort in eigener Sache: Für Hinweise auf Hersteller, Schneider oder Anbieter von Lack-, PVC- bzw. Latex-Outfits im Stil derer, die Kate Beckinsale im Film trägt, wäre ich dankbar. Stangenware kommt jedoch auf gar keinen Fall infrage. Etwaige Infos bitte ausschließlich per Mail an sil53r[at]schindelka.de. Vielen Dank.
Kommentare : Noch keine Kommentare »
Kategorien : Filmwelt
Trackbacks : Keine Trackbacks »

