LotRO: Turbo durch eSATA Flash-Stick?

28 06 2009

Wir spielen Herr der Ringe Online auf für diesen Zweck an sich recht gut ausgestatteten Maschinen. Ein Intel E8400 Dualcore-Prozessor, 4 GB RAM und eine Radeon HD 4870 Grafikkarte entsprechen in etwa der gehobenen Mittelklasse für Spielerechner. Nach oben geht natürlich immer noch etwas. Dort wird die Finanzdecke aber schnell recht dünn, und das Preis-Leistungsverhältnis rauscht dafür in den Keller.

Unser Betriebssystem der Wahl ist Windows 7 RC in der 64Bit-Variante. Es ist nicht langsamer als ein Windows XP. Der LotRO ("Lord of the Rings Online" = "Der Herr der Ringe Online") Client ist jedoch eine Single-Thread 32Bit-Applikation und unterliegt damit auch deren Beschränkungen. Das heißt, er wird derzeit ohnehin nicht mehr als 2 GB Hauptspeicher belegen (können), bis die Entwickler dies mit einem zukünftigen Update einmal ändern. Das 64Bit-Betriebssystem läßt uns bei den voll nutzbaren 4 GB RAM also noch genügend Reserven, um weitere Applikationen neben dem Spiel-Client betreiben zu können.

Lotro ist ein sehr texturenlastiges Spiel. Insofern war die Wahl einer Grafikkarte mit lediglich 512 MB RAM damals nicht ideal. Besonders dann nicht, wenn man die hochaufgelösten Texturen auswählt, die als Datei allein knapp 3,4 GB auf der Platte belegen. Selbst wenn nur ein Teil davon in den Grafikkartenspeicher geschaufelt werden muß, kann es bei nur 512 MB eng werden. Da die Festplatte außerdem auch der langsamste Teil des gesamten Systems ist, bremsen intensive Plattenzugriffe den Spiel-Client dabei im ungünstigen Fall aus. Es kommt zu Rucklern und Wartezeiten. Schlimmstenfalls stürzt der Client sogar ab. Besonders häufig tritt dies in der Stadt Bree und, seit der Veröffentlichung der Erweiterung "Die Minen von Moria", in der 21. Halle auf.

Suche nach Verbesserung

Mögliche Lösungen sind relativ naheliegend. Neben der Beschleunigung der Festplattenzugriffe böte sich eine Erweiterung der Grafikkarte auf 1 GB RAM an, bestenfalls sogar beides. Weil wir eine für ihre Größe schon recht flotte Festplatte verwenden, würde eine spürbar schnellere aber deutlich teuer. Selbst wenn wir dafür auf Plattenplatz verzichteten und das kleinste Modell wählten, erschiene uns das unwirtschaftlich. Aus Gründen des Energieverbrauch und der Lärmbelästigung kommt der Einbau von mehr als einer Festplatte in unsere Rechner nicht infrage. Wir müßten also Einschränkungen beim verfügbaren Speicherplatz hinnehmen. Aufgrund ihrer hohen Preise scheiden SSDs ebenfalls aus.

Auch die Überlegung, die Grafikkarten auszutauschen, erweist sich bei näherer Betrachtung als unwirtschaftlich. Das Nachfolgemodell unserer Karte, die 4890, ist entweder überhaupt noch nicht lieferbar oder aus der Gruppe der von uns näher ins Auge gefaßten Karten derzeit ebenfalls zu teuer. Also suchen wir nach einem Kompromiß.

Weil wir mit der Grafikkarte auskommen müssen, können wir nur bei den Festplattenzugriffen ansetzen. Schnell stoßen wir auf den LotRO Flashboost. Er bewirkt einen flüssigeren Spieleeindruck hauptsächlich dadurch, daß er die Datei mit den hochaufgelösten Texturen entweder auf einen schnellen USB-Stick oder eine RAM-Disk verlagert, um so von verkürzten Zugriffszeiten zu profitieren.


"LotRO: Turbo durch eSATA Flash-Stick?" vollständig lesen


Online-Spieler: alle krank!

09 03 2009

Beleidigungen unter Online-Spielern:

Sil53r: "Du spielst mit fünf Charakteren. Du bist 'ne Multiple!"
Königin: "Und du spielst immerhin mit zweien. Du bist ein Gespaltener!"

Heerscharen von Psychotherapeuten sind vor der Finanzkrise sicher und müssen nicht um Lohn und Brot fürchten.

Codemasters sperren Lotro-Client

15 11 2008

Codemaster haben einen kapitalen Bock geschossen, fetter geht es bald gar nicht mehr. Wer die Lotro-Erweiterung "Die Minen von Moria" vorbestellt hatte und sich nach Erhalt der Lieferung in freudiger Erwartung an deren Installation machte, dürfte abschließend eine Überraschung erlebt haben: Rien ne va plus - nichts geht mehr.

Im sich nach der Installation automatisch öffnenden Client gelangt man gerade noch bis zu dem vierten Schritt des Anmeldevorgangs, der Überprüfung der Spiele-Daten. Nach kurzer Wartezeit wird dann die folgende Meldung ausgegeben:

Bei der Aktualisierung ist ein Fehler aufgetreten:
Unknown Error.


Genauere Hinweise erhält man nicht. Sieht man jedoch genauer nach und beginnt, nach der Ursache zu forschen, findet sich die Erklärung in der dritten von insgesamt vier News-Meldungen, die im Nachrichtenfenster des Clients angezeigt werden.

Wichtige Information für Moria-Kunden
Moria noch nicht installieren!
11-Nov-2008

Vielen Dank, dass du eine Kopie von Die Minen von Moria gekauft hast.

Wir möchten alle Moria-Kunden, die die Installations CDs vor dem 18. November erhalten, darauf hinweisen, dass die Installation erst am 18. November 2008 ab 0:00 Uhr (GMT+1) durchgeführt werden sollte.

Sollte der Moria-Client vor dem 18. November installiert werden, wird dieser inkompartibel zur aktuellen Version des Spiels sein, so dass du dich nicht mehr im Spiel anmelden kannst, bis Moria veröffentlicht wird.

Vielen Dank.


Dieses Fenster ist jedoch so klein, daß immer nur eine Nachricht direkt sicht- und von der nächstälteren gerade noch die Titelzeile lesbar ist. Die "Wichtige Information" ist also gerade nicht auf Anhieb erkennbar und muß erst durch explizites Scrollen im Nachrichtenfenster herausgesucht werden. Das Allerschärfste daran ist noch, daß sich der Client mit ebendieser Information erst nach der Installation öffnet. Also dann, wenn es für eine Warnung sowieso längst zu spät ist.

Der Verkaufsverpackung liegt kein Warnzettel bei. Im Handbuch wird der Umstand, daß man sich durch die Installation der Erweiterung vom Spiel aussperrt, mit keiner Silbe erwähnt. Der Installer warnt bei seinem Aufruf ebenfalls nicht. Hätte ich nicht bereits in der Betaphase des Spiels eine lebenslange Mitgliedschaft erworben, sondern würde Monatsgebühren entrichten, dann wäre ich spätestens jetzt stinksauer. Aber sowas von! Jeden Tag, den Codemasters mich auf diese Weise aussperren, zahlte ich dann für eine nichterbrachte Leistung.

Als jemand, der täglich mit Computersystemen und Software umgeht und gelegentlich selbst welche entwickelt, weiß ich, daß dieses Verhalten vermeidbar gewesen wäre. Eine solche Vorgehensweise ist schlichtweg eine Schlamperei. Es hätte erstens mehrere Möglichkeiten gegeben, die Kunden rechtzeitig zu informieren und deutlich zu warnen, und zweitens bin ich mir sicher, daß kein konkreter Grund besteht, weshalb sich der Client so verhält und nicht anders. Außer dem, daß man an den Kosten gespart hat, eine Aktualisierungsmöglichkeit für die Erweiterung zu entwickeln, die mit dem bisherigen Spiele-Client kompatibel gewesen wäre. Und das wiederum ist ein Argument, das ich als zahlender Kunde selbstverständlich nicht akzeptiere.

Nun könnte man Spielern, die in diese Falle laufen, vorwerfen, daß sie sich ja vor der Installation auf der Website des Herstellers hätten informieren können. Nur wird, wer diese Website kennenlernt, sehr schnell eines besseren belehrt. Es handelt sich um ein Flash-Film- und werbungüberladenes Portal, das bei im Browser eingeschaltetem Skript- und Werbeblocker praktisch unbenutzbar ist und deshalb aus Sicherheitsgründen ohnehin schon nicht benutzt werden sollte. Die Hersteller-Website scheidet als zuverlässige Informationsquelle daher definitiv aus.

Als berufstätiger Mensch mit einem realen Leben, also in der Rolle des Freizeit- und Gelegenheitsspielers, empfinde ich es außerdem als unzumutbar, mir den kostbaren Feierabend mit der Aktualisierung mehrerer Spiele-Clients (insgesamt sind es hier drei) um die Ohren schlagen zu müssen.

Der Download eines 500MB-Standalone-Patches zusätzlich zu den auf den DVD-Medien enthaltenen Installern und die eigentliche Aktualisierung fressen in meinen Augen erheblich zuviel Zeit. Das möchte ich nicht an einem Montagabend nach einem anstrengenden Arbeitstag kurz vor der Freischaltung der Erweiterung machen. Da habe ich durchaus besseres mit meiner Freizeit vor: Deshalb die Installation zu Beginn des Wochenendes. Die Interessen der berufstätigen Spieler hätte der Hersteller bei der Spieleentwicklung meines Erachtens nach mitberücksichtigen müssen.

Ich bezweifle außerdem massiv, daß die notorisch langsame Arbeitsweise der verschiedenen Lotro-Installer und das Patchen des Clients im Schneckentempo wirklich notwendig sind und so gar nicht zu beschleunigen wären. Die Aktualisierungen des Spiels sind wahrhaft quälende Zeitfresser, von einer Neuinstallation gar nicht erst zu reden. Und damit mir nicht unterstellt wird, das auf unterbelichteter Hardware zu versuchen: wir reden hier von 3GHz-Dualcore-Rechnern an einer Breitband-ADSL2+-Anbindung.

• Warum wird nicht auf oder in der Packung, spätestens aber bei der Installation davor gewarnt, daß die Erweiterung den Spiele-Client bis zu ihrem offiziellen Start unbrauchbar macht?
• Warum steht diese Warnung nicht als feste Top-Meldung an der Spitze aller Nachrichten im Client?
• Warum ist die Website des Herstellers nicht als leicht zu navigierende Informationsquelle ausgelegt?

Echt klasse, Codemasters, das habt ihr prima hingekriegt!

Vielen Dank.

Dafür nicht.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King

13 11 2008

Wie Golem und andere berichten, kam es beim Mitternachtsverkauf der neuesten World-of-Warcraft-Erweiterung zwar durchaus zu längeren Schlangen und dadurch bedingten Wartezeiten, der von den Medien erhoffte Ansturm und die damit verbundenen tumultartigen Szenen blieben jedoch aus.

Ich möchte mich am weit verbreiteten "Mein MMORPG ist viel besser als deines!"-Bashing wohlweislich nicht beteiligen. Jeder mag spielen, was und wie es ihm gefällt, solange er seinen Mitspieler gleiches einräumt.

Wenn ich mir die Bilder der neuesten Erweiterung ansehe, laßt sich aber sehr leicht eine Erklärung dafür finden, weshalb ich mit World of Warcraft nichts anzufangen weiß. Offenbar lege ich großen Wert auf über die Grafik vermittelte Spielatmosphäre. Mit dem stellenweise an Comic-Zeichnungen erinnernden, bonbonbunten und bisweilen mangaähnlichen Stil der WoW-Umgebung werde ich einfach nicht warm. Mir scheinen die Hintergrundbilder außerdem teils arg flächig und detailarm zu sein. Schon beim Betrachten der Screenshots will keine rechte Stimmung aufkommen.

Die Bilder aus Lotro wirken detailreicher, etwas realistischer und - auf mich - deshalb stimmungsvoller. Wenn man sich etwas Mühe gibt, kann man beim Spielen durchaus den Eindruck gewinnen, sich durch eine zwar stark idealisierte, aber immerhin beinahe real scheinende Landschaft zu bewegen. Mehr als einmal haben ich und meine Mitspieler unterwegs angehalten, um den Anblick einer besonders spektakulären Aussicht im Spiel zu genießen. Selbst heute noch, nach über einem Jahr und sogar bei genauer Kenntnis der verschiedenen Gebiete, laufe ich gerne durch bestimmte Landstriche. Nichts geht über einen Blick vom Nördlichen Hohen Paß auf das Nebelgebirge bei Vollmond, wenn unten aus dem Tal die Feuer verstreuter Bilwisshorden heraufleuchten.

Vemu ai-menu! Auf nach Moria!

12 11 2008

Die Welt ist grau, der Berg ist alt,
Die Essen leer, die Aschen kalt,
Kein Harfner singt, kein Hammer fällt;
Das Dunkel herrscht in Durins Welt,
Sein Grab liegt unter Schatten da
In Khazad-dûm, in Moria.

[J. R. R. Tolkien]

Heute ist sie eingetroffen, die Erweiterungsbox zum Online-Spiel Der Herr der Ringe Online, kurz Lotro. Ihr Titel, "Die Minen von Moria", verrät, in welche Gegenden es uns Spieler ab kommenden Dienstag verschlagen wird: nach Lothlórien und weiter nach Khazad-dûm, nach Zwergenbinge, in die größte und schönste Stadt der Zwerge, die jetzt verlassen ist. Wer weiß, welche Schönheiten den Wanderer auf seinem Weg durch den Dämmer des Waldes von Lothlórien erwarten, und was sein Fuß in den Tiefen der Zwergenmine aufstöbern wird? Vielleicht findet ein besonders Glücklicher dort sogar noch etwas Mithril, das unschätzbar kostbare Moria-Silber ... Warum aber haben die Zwerge diesen für sie so bedeutenden Ort einst fluchtartig verlassen?

Die Box der Special Edition
Der Schuber mit den Intarsien des Nordtores von Moria
Inhalt: Soundtrack-CD, Spiele-DVDs, Box mit Handbuch, Karte von Moria, Ring und Brosche, Karten mit Codes für Probezugänge


















Die Box kam in einem einfachen Luftpolsterumschlag aus Warwickshire, Großbritannien. Er war reichlich groß, so daß sie darin hin- und herrutschen konnte. Außerdem war er viel zu dünn, um den Inhalt sicher vor Beschädigungen auf dem Versandweg zu schützen. Meine Lieferung war denn auch vor der Zustellung postalisch wiederverschlossen worden, weil die Verpackung unterwegs an der Verschlußseite aufgerissen war. Dabei hatte ich noch Glück, denn die Pappschachtel der Box war bloß an einer Ecke etwas eingedellt, ansonsten aber unbeschädigt. Trotzdem bin ich einigermaßen verärgert darüber, daß Codemasters bei einem Verkaufspreis von fast 70 € ausgerechnet an der Versandverpackung sparen.

Vom Inhalt interessieren mich das ganze Klimbim wie der wertlose Ring, die Brosche und die Buddy-Codes überhaupt nicht. Was ich davon haben wollte, waren ein jetzt hoffentlich vollständiger und aktueller Spiele-Client auf DVD, die drei Ingame-Gegenstände und die Soundtrack-CD. Die Karte von Moria mag sich vielleicht noch als netter Bonus erweisen. Ich glaube jedoch eher, daß sie keine große Hilfe bei der Orientierung sein wird. Was das betrifft, verlasse ich mich doch lieber auf die eifrigen Mitspieler vom Widerstand.

Der Soundtrack zum Spiel klingt beim ersten Hereinhören ganz nett - wenn man auf Film-Soundtracks steht. Er hat zwar aus Lizenzgründen mit den Filmen von Peter Jackson nichts gemein, erweckt aber den Anschein, als sei er für einen Kinofilm epischen Ausmaßes entworfen. Auffällig ist die professionell klingende Produktion. Die Königin merkte dazu an, es klänge danach, als hätten sich Codemasters die Sache richtig etwas kosten lassen. Ich kann dem ganzen Gezimbel und Gepaukenschlage über Streicherteppichen an Violinsamples nicht wirklich etwas abgewinnen, habe allerdings auch gerade einmal hineingehört und die ersten paar Stücke angespielt. Für mich wird das aber wohl eher nichts werden, da bin ich ich kein Fan ...

Die Nacht senkt sich herab über dem Caradhras und den Gipfeln von Celebdil und Fanuidhol im Nebelgebirge. Myriaden von Sternen beginnen in den dunklen Wassern des Kheled-zâram zu scheinen wie harte, stille Lichter in der Tiefe. Laßt uns aufbrechen! Ein weiter und beschwerlicher Weg durch die Dunkelheit liegt vor uns.

Tan matu selek lanun naman.

LARPG-Bashing

10 06 2007

Aus einer kürzlich verschickten Mail:

> Was hältst du von dem hier? [URL]

LARPG - kenne ich, ist aber extrem teuer, wenn man es richtig betreiben will (Kosten für Ausstattung, Kostüm und Waffen, Con-Gebühren, Anreise, Verpflegung, Zeitaufwand usw.).

Leider gibt es unter den LARPGlern viel zu viele Spinner, die entweder ihre Persönlichkeitsdefizite in der realen Welt durch Überkompensation (Superheldentum, Übercharaktere wie den unbesiegbaren Krieger oder den gottgleichen Magier) auszugleichen versuchen, zwischen Fantasiewelt und Realität nicht (mehr) klar zu differenzieren vermögen oder nicht genug schauspielerisches Talent mit sich bringen, um die Rolle, die sich sich ausgesucht haben, auch nur annähernd auszufüllen.

Eine Freundin hat das einmal recht treffend dahingehend umschrieben, daß Leute, deren Fähigkeiten den grundlegenden Ansprüchen einer Laienspielgruppe nicht genügen, sich stattdessen gerne LARPGs zuwenden. Das mag zwar als Zeitvertreib und Freizeitspaß insgesamt durchaus seine Berechtigung haben, ist mir aber im Verhältnis zum dafür nötigen Zeit- und Kostenaufwand viel zu dilettantisch.

Wenn ich eine (Bühnen-)Rolle spielen möchte, schließe ich mich einer Theatergruppe an.

(Ergänzung: Ich habe ihm dann doch noch mitgeteilt, daß ich bereits etliche Erfahrung als LARPer besitze und letztlich empfohlen, sich die Sache mit einfacher Ausstattung versehen ruhig einmal näher anzusehen. Man will ja niemanden davon abhalten, Spaß zu haben.)

Château de Fontenelles

24 12 2006

Cuvée Notre Dame aus dem Corbières und dem sonnigen Jahre des Herrn 2000. Eine Spur Sommer, eingefangen in dunkelrotem Rubin. Die schlechteste Wahl aus drei verfügbaren Sorten, aber trotzdem ein Genuß. Von den anderen beiden lagert nur noch jeweils eine Flasche und wartet, jede für sich, auf einen ganz besonderen Moment...

Samhain. Samhuinn. Oíche Shamhna.

01 11 2006

Mementote mori. Auch wenn das mal wieder einigen Ewiggestrigen nicht in den Kram passen will. Aber denen waren Andersdenkendegläubige ja schon seit jeher ein Dorn im Auge in der Seite.

Zurück aus Frankreich

30 07 2006

Blick aus der Kapelle im Château AguilarEin nachtschwarzer Bolide, zwei Länder, drei Lebenwesen, 18 Tage, 4.222 Kilometer, über 40° C Außentemperatur, mehr als 180 PS und 220 Km/h Spitze. (Der Wagen leistet mehr, wurde aber nicht ausgefahren.) Eine Klimaanlage, für die man angesichts dieses Sommers mehr als einmal dankbar war. Sarreguemines, Nancy, Neufchâteau, Langres, Dijonne, Beaune, Chalon-sur-Saône, Vichy, Clermont-Ferrand, Millau, Pézenas, Béziers, Lézignan-Corbières und schließlich das Ziel Boutenac.

Trockenes Flußbett in MinerveKäse aus Roquefort-sur-Soulzon, die "Neuentdeckungen" Rocamadour und Lou Perac, unzählige Baguettes, etliche Brote, korsische Kekse, Biskuits aus der Normandie, Anisgebäck aus Roussillon, Wurst aus dem Hérault, Eintopf aus Castelnaudary, Enten- und Kaninchenpastete, Milchprodukte in unzähligen Varianten und nicht zuletzt die Weine der Region ließen die heimische Küche schlagartig in Vergessenheit geraten. Einmal stellte die Königin erstaunt fest: "Selbst abgepackte Fertigprodukte besitzen eine [geschmacklich] höhere Qualität als in Deutschland." Wenn also irgendwo die Götter ein Stückchen des Paradieses auf Erden zurückgelassen haben müssen, dann in diesem gesegneten Land.

Carcassonne, La CitéSonnenuntergang in BoutenacNichtsdestotrotz ist nichts auf der Welt umsonst, und so ist das Leben im Languedoc-Roussillon nicht gerade preiswert. Die Immobilienpreise explodieren im Kanton Corbières, seit Rhyanair auch Carcassonne anfliegen und das Département Aude damit für Briten und Iren ein attraktives Ziel wird. Altbauten in selbst abgelegenen Dörfern sind preislich beinahe unerschwinglich, obwohl in Boutenac zum Beispiel ein grob geschätztes Fünftel der Häuser in der Altstadt zum Verkauf steht. Alle diese Häuser sind jedoch stark renovierungsbedürftig, und man würde wohl in etwa die gleiche Summe für den Erwerb noch einmal investieren müssen, um einen solchen Bau bewohnbar zu machen. Mehrere Urlaubsreisen wert ist die Gegend um die Heimat der Katharer aber auf jeden Fall. Und leben, leben möchte man dort allemal...

What type of roleplayer are you?

01 12 2005


You scored as Method Actor. You think that gaming is a form of creative expression. You may view rules as, at best, a necessary evil, preferring sessions where the dice never come out of the bag. You enjoy situations that test or deepen your character's personality traits.

Method Actor
83%
Storyteller
67%
Casual Gamer
58%
Specialist
58%
Tactician
42%
Power Gamer
25%
Butt-Kicker
8%

Law's Game Style
created with QuizFarm.com

Kein Wunder, daß einer meiner Hauptcharaktere ein Barde ist... (via Isotopp)

Samhain. Samhuinn. Oíche Shamhna.

01 11 2005

Mementote mori.

Bandenkriege

25 09 2005

Guild Wars"Oh. Verzeiht. Falls ich Eure edle Gilde fälschlicherweise als dahergelaufene Bande tituliert haben sollte, bitte ich untertänigst um Eure Vergebung. Laßt uns doch in der Arena unsere Kräfte messen, auf daß die edelsten Kämpen aus diesen Waffengängen siegreich hervorgehen mögen. Die tapfersten Krieger mögen sich dann auf den Schlachtfeldern eines Krieges beweisen, der noch von den Barden nachfolgender Generationen besungen werden soll.
Oder möchtet Ihr stattdessen lieber einsam durch die Lande streifen? Dann laßt Euch gewarnt sein! Die Wildnis ist ein hochgefährlicher Ort. Verlaßt Euch nie auf Eure Kraft allein. Reist nicht einzeln. Was in diesen Landen zählt, sind Taktik und Geschick. Und das rechte Gespür bei der Wahl Eurer Gefährten."

"Bandenkriege" vollständig lesen


Sieben

22 09 2005

Sieben Tage, vergangen wie ein Traum, den man auf dem Rücken liegend auf einer Sommerwiese träumt. Vergangen wie im Flug. Wie eine Geschichte, die erzählt ist und dennoch nicht beendet, auch wenn der Sprecher schon lange damit aufgehört hat, zu reden. Die Worte verselbständigen sich in den Köpfen der Zuhörer. Sie spinnen die Geschichte weiter, verweben sie mit ihren eigenen Einfällen, Verzweigungen und Gedanken, während sie in den blauen Himmel hinaufblicken und die Sonne auf sich herniederbrennen lassen. Die Zeit scheint stillzustehen.

Urplötzlich erinnern kaltfeuchte Stupser und ein kräftiges Zerren am Ärmel daran, daß man nicht allein ist. Daß da ein junges, verspieltes Wesen beharrlich nach Aufmerksamkeit und Beschäftigung verlangt. Die blanken Kastanien auf der Wiese und die frischen Haselnüsse zeigen deutlich an, daß nicht Sommer ist, sondern Spätsommer. Und daß man für jeden dieser Sonnentage dankbar sein sollte, die man ungestört im Freien genießen kann. Denn die morgendliche Frische verkündet bereits den rasch näherrückenden Herbst.

Und der Wind weht wieder über's Meer

06 07 2005

Ich kann mir nicht helfen, aber diese Nachricht finde ich einfach nur hoffnungslos romantisch. Und das nicht allein deshalb, weil Reisen eine ganz besondere Bedeutung für mich haben. (Den Titel kann man übrigens finden.)

Besondere Tage

10 03 2005

Besondere Tage gibt es dieser Tage des öfteren, wenn nicht sogar zuhauf, möchte ich meinen. Und große Ereignisse werfen ihre Schatten unter die Augen. Einerseits stürmt eine wahre Flut an neuen Eindrücken auf mich ein, alle Zeichen stehen auf Veränderung und das Schiff, auf dem ich stehe, fährt neuen Horizonten entgegen. Andererseits gibt es Menschen, für die der heutige Tag ein ganz besonderer darstellt und denen man darüberhinaus wünschen möchte, daß jeder Tag ein besonderer für sie sein möge. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Madame Woelfin!